Lago d´Iseo – Tag 2 – Donnerstag, 03.10.2013

Heute starten wir etwas später, weil Gabi noch ausschläft, doch dann: Ade Heidiland …

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Warum haben die Joghurtbecher-Fahrer eigentlich immer ihren Abwassertank offen? Unter jedem Becher ein kleiner See und beim Wegfahren die 50 m-Spur. Fühlen die sich so wohl?!?

„Spiel nicht mit den Schmuddelkindern …“, kommt mir da in den Sinn, aber lassen wir das.

Für uns geht’s jetzt erst mal weiter Richtung Davos. Kurz vor Davos am Wolfgangpass der Schreck … der Bus wird heiß!!! Rechts raus, Wasser nachfüllen, danach ist alles wieder in bester Ordnung. Ich kenne den Schlauch, an dem er leicht Kühlwasser verliert. Man sollte sowas doch nicht rausschieben …

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Unser nächster Pass ist heute der Flüela, den unser Busle wieder mit konstant 85 Grad Kühlwassertemperatur meistert. Der Flüela verleiht dem Busle Flüel 🙂

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Ein Stück in der Ebene, dann geht’s in den Schweizer Nationalpass in Richtung Ofenpass. Eine traumhaft schöne Ecke hier. Ohne dass wir wissen, ob wir durchpassen, biegen wir zum Schera-Tunnel ab. Passt! 🙂 Höhenbegrenzung 3,60m 🙂 Herauskommen wir bei nach wie vor traumhaftem Wetter am Lago de Livigno.

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Wir fahren nach einer kurzen Pause am See weiter nach Livigno zum „Stadtbummel“. Livigno selbst ist eher enttäuschend. Völlig tote Hose. Es besteht aus Skiverleih-Stationen, Klamottenläden, Skiverleih-Stationen, Hotels, Skiverleih-Stationen, Radverleih-Stationen, und habe ich schon erwähnt, dass es auch Skiverleih-Stationen gibt?!? Zu allem Überfluss haben auch noch fast alle zu, ist aber eh nicht unser Ding. Also dann noch nachtanken. Kann ich nur empfehlen! Der Liter zu 1,05 €. In der Schweiz sind es bis zu 1,99 € pro Liter.

Weiter geht’s über den Forcola di Livigno zum Berninapass. Das Wetter wird mit jedem Höhenmeter schlechter. Nebel! Nieselregen! Und ein beleidigtes TomTom: Kleine Anmerkung am Rande: LISA ist nicht ganz richtig im Kopf. Innerhalb von Sekunden tönt sie: „Halten Sie sich rechts“ – hallooo rechts ist die Leitplanke und eine Schlucht! – dann: „Halten Sie sich links“ – ähem … neee …! Dann: Bitte wenden!!! – Wie stellt sie sich das vor? Passstrasse, wo sowieso nur eineinhalb Busse nebeneinander Platz haben, und überhaupt, warum wenden???? Wenn wir auf LISA gehört hätten, dann wären wir stets 20 km vor und dann wieder zurück gefahren. Letztendlich war sie dann sauer und schweigt für die nächsten 30 Kilometer … Gut so! 😉

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An der Grenze zur Schweiz (ja, da müssen wir nochmal durch) zwei echt nette Grenzer. Die beiden waren mit der Schwerverkehrsabgabe-Befreiung sichtlich überfordert. Aber nachdem sie dann vom alten Formular die Formularnummer ablesen dürfen und auch sonst von dort abschreiben können, ist die Welt wieder in Ordnung. Am Schluss meint einer der beiden, dass sie heute wirklich was dazugelernt haben, weil sie von einem solchen Formular noch nie etwas gehört haben 🙂

In Tirano noch schnell ein paar Sachen einkaufen, dann geht es hoch auf den Passo d’Aprica. Höhenbegrenzung 3,90 m, Längenbegrenzung 12 m. Passt 🙂

Kaum 5 Kehren weiter kommt uns ein Sattelzug entgegen. Von 12 m natürlich weit entfernt. Aber die Länge war nicht einmal das Hauptproblem, sondern die Breite. Zwei Dicke, das passt einfach nicht. Also, Rückwärtsgang rein und zurück, bis eine kleine Ausbuchtung (keine Bucht) in der Felswand erkennbar ist. Jetzt nur nicht die Drucklufttür öffnen. Zwischen Bus und Fels sind sicherlich keine 5 cm mehr. Es folgen noch ein paar enge Situationen. Kurz vor Pass-Ende auf der Talfahrt kommen uns dann an einer besonders engen Stelle gleich zwei Sattelzüge entgegen. Okay, nicht einfach, aber auch nicht ausichtslos. Also rückwärts, dieses Mal mit Autos hinter uns bis zu einem halbwegs geraden Fahrbahnstück und den Bus an die Planke geklebt. Ich stelle fest, dass die Trucker hier ihre Fahrzeuge wirklich auch im Griff haben.

Von Edola aus geht es die letzten 50 km zum Lago d’Iseo. Dort angekommen, stellen wir fest, dass der Campingplatz in Pisogne schon geschlossen hat. Mist! Aber direkt vor dem Campingplatz gibt es einen Parkplatz, auf dem schon ein paar Womos stehen. Wie sich herausstellt, sind dies Enduro-Fahrer aus Memmingen, eine ganz lustige Truppe. Ja, ja, die Welt ist klein 🙂
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So, jetzt erst mal was essen und den Rest des Abends genießen.

Fazit: Durch die Schweizer Berge zu tingeln, ist wunderbar, aber es dauert eeeeeeeeeeeeewig 🙂 Etwa 7 Stunde reine Fahrzeit für 261 km sind schon richtig viel :/

 

Start Heidiland: 240748 km
Ziel Pisogne: 241009 km
Gesamt: 261 km
Getankt: 47,52 Liter … für 50 € 🙂 🙂 🙂

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2 Kommentare zu Lago d´Iseo – Tag 2 – Donnerstag, 03.10.2013

  1. Chris sagt:

    … Schön 🙂 Dann muss ich also doch auch mal das Passfahren mit dem O302 anfangen…
    Wir sollten Eure LISA mal mit unserer Mareile verbrüdern, wobei, die hat uns leider (glücklicherweise) schon vorletztes Jahr verlassen. Hat einfach zu viel Nerven gekostet 😀

  2. Gabi sagt:

    Oh nee, bloß nicht die zwei Nervis verkuppeln! Dann quatschen die ja noch mehr Mist 😀

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