Lago d´Iseo – Tag 5 – Sonntag, 06.10.2013

Die Nacht der Randale ist für uns recht früh vorüber. Die z.T. alkoholisierten Jugendlichen haben nach Disco-Schluss auf dem Busparkplatz die Sau raus gelassen. Gejohle, Gekeife, Streitereien, lautstarke Auseinandersetzungen und Handgreiflichkeiten an einzelnen Reisebussen zeugen wohl von absoluter Coolness. Hauptsächlich hatten sie es auf die


Scheibenwischanlagen der Busse abgesehen, z.T. verbogen und auch Schläuche abgerissen. Zum Glück haben sie unseren Oldie verschont.

Wir starten gegen 9.00 Uhr Richtung Heimat und beschließen, irgendwoanders, als auf diesem Parkplatz zu frühstücken, da unsere Polizia-Freunde schon wieder unterwegs sind und den Parkplatz kontrollieren. Da wir keine Lust auf Knöllchen haben, nur, weil wir wieder einmal zu Hause die Parkscheibe vergessen haben, machen wir uns rasch aus dem Staub und fahren dem Brenner entgegen.

Irgendwo besorgt Christian in einem offenen Supermarkt Frühstücksbrötchen, und in einer Parkbucht auf der Brennerabfahrt halten wir dann an, um – mittlerweile ist es schon gegen 11.00 Uhr – gemütlich zu brunchen.

Dann geht’s weiter, bergauf, bergab nach Innsbruck, wo strahlender Sonnenschein herrscht. Auch unser Gemüt erhellt sich zusehends mit den vielen Hup-Ovationen, die am Zirlerberg über uns hereinbrechen, wenn die netten Italiener und die überaus freundlichen Deutschen an uns in atemberaubenden Überholmanovern vorüberfahren. Toll, von so vielen netten Menschen umgeben zu sein!
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Unser Fazit:

1 x hupen bedeutet: Hey, cooler Bus, den ihr da habt.

2 x hupen: Hey, voll cooler Bus … lasst euch nicht hetzen!

3 x und mehr oder länger anhaltend hupen: Habt ihr schon unsere coole Hupe gehört?

Ah ja … und wir kommen sicherlich ins Guinness-Buch der Rekorde mit der riesigen Autoschlange, die wir an so manchen steilen Bergsteigungen hinter uns her ziehen 🙂 Toll 🙂 *stolz sei*

Auf unserem Heimweg kommen wir auch durch Scharnitz, wo wir unbedingt anhalten müssen. Dort gibt’s ein Auto- und Motorradmuseum/Laden, der zwar leider um diese Uhrzeit noch nicht geöffnet hat, aber Christian spickt durch die Fenster und sieht dort wahre Schätze, die das Oldtimer-Herz höher schlagen lassen.

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Wir haben übrigens noch immer Sonne, und so beschließen wir, noch eine kleine Rast in Mittenwald einzulegen. Also stellen wir uns dort auf den Busparkplatz für 50 Cent/Std. und tingeln durch das Touri-Städtchen, in dem es sich die Lüftl-Maler voll gegeben haben. Im Stadtkern gibt es kein einziges Haus, welches nicht mehr oder weniger kunstvoll verziert ist.
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Etwas abseits gibt es einen kleinen Rummelplatz, auf dem wir uns Pommes und eine Currywurst genehmigen. Christian stellt fest, dass dies das Schlechteste war, was er jemals – außer dem Inhalt der Spinat-Babybrei-Gläschen – gegessen hat. Leckere kalter Curry-Ketchup-Wurstkombination, verfeinert mit matschige Fettpommes … nicht wirklich ein kulinarischer Höhepunkt. Vielleicht hätten wir uns doch lieber am Marktplatz einen Zwetschgendatschi einverleiben sollen.
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Zum Glück haben wir noch schmackofatzige, kalorienarme Nougatwürfel im Bus, um den widerlichen Fettgeschmack wieder loszuwerden.

Nach eineinhalb Stunden starten wir erneut durch, und kaum sind wir aus Mittenwald raus, schlägt das Wetter wieder um. Es wird trist und trüb, und auf Höhe Peiting öffnet der Himmel jetzt doch seine Schleusen, gerade so, als wolle er es uns einfacher machen, jetzt wieder nach Hause zu fahren, obgleich uns noch ein paar Tage Urlaub gut getan hätten.

Wir fahren weiter nach Schongau, um dort eine Komplettentsorgung vorzunehmen … Ist auch bitter nötig, da unser Grauwassertank kurz vor dem Überlaufen ist. Anschließend machen wir uns zur letzten Etappe für dieses verlängerte Relaxwochenende auf. Als wir dann endlich bei Landsberg auf die Autobahn fahren, stehen wir schon direkt nach der Auffahrt im zähfließenden Verkehr, fast möchte ich ja hier schon von Strau sprechen :/

Ja, ja … 18.40 Uhr – noch 57 km bis Memmingen, 68 km bis nach Hause … Normalerweise fast ein Katzensprung, aber heute dürfen wir gespannt sein, wann wir ankommen … Was soll’s … wir vertreiben uns die Zeit mit feinen Cantuccini (italienisches Mandelbrot – hoffentlich hält das mein Kronenprofessorium aus), Kaffee und Cigarettenpause – halt nein – letzteres ist leider augenblicklich nicht möglich (selbstauferlegtes Rauchverbot im Bus), obwohl … wir könnten doch die Elektrocigarette … Na, mal sehen 😉
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19.06 Uhr … 63 km bis Dettingen pffffffffffffffffffffffffffffffffffff …

Na funktioniert doch prima 🙂 Man muss Christian nur mit der Elektrocigarette drohen, und schon gibt’s einen Rastplatz zum Rauchen 😀

Okay, jetzt läuft’s auch auf der Autobahn wieder, und wir sind guter Dinge, doch nicht erst um Mitternacht zu Hause einzutrudeln.

19.50 Uhr – Wir sind zu Hause. Jetzt noch schnell den Bus ausräumen und wieder einparken. Die Trinkwasserflaschen werde ich mal drin lassen … So Gott will und Petrus uns wohl gesonnen ist, werden wir in diesem Monat vielleicht doch noch einmal eine Wochenendtour schaffen, und bis dahin … zehren wir von den letzten 4 Tagen. Schön war’s 🙂

PS: Wir hatten keinen einzigen Defekt! Sogar das Klo hat durchgehend funktioniert 🙂

Reiseroute Pisogne-Lago Iseo- Oktober-Kurzurlaub

 

Start: Brixen: 241264 km
Ziel: Dettingen: 241552 km
Gesamt heute: 288 km

Gesamtreise: 972 km
Gesamtverbrauch: 184,50 Liter
Durchschnittsverbrauch: 18,98 Liter/100km (mit vielen Pässen)

Weiter zu Mist, das Klo pumpt nicht mehr ab!

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2 Kommentare zu Lago d´Iseo – Tag 5 – Sonntag, 06.10.2013

  1. Chris sagt:

    Hey, das ärgert mich ja gleich doppelt, daß ich an dem langen Wochenende terminlich versagt hab :-(.
    Aber das mit den Hupen deckt sich EXAKT mit unseren Beobachtungen!!!

    Weiter so!

    • Gabi sagt:

      Ja, Chris, da siehst grad mal … Nächstes Mal gleich zu Jahresanfang die langen Wochenenden für’s Busfahren frei halten 🙂

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