Auf zur Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd 11.07. – 13.07.2014

Heute mal ausnahmsweise die ganzen Tage zusammengefasst, da es eigentlich nicht wirklich viel zu berichten gibt.

Am Freitag – wie üblich – wieder nicht, wie geplant um 17.00 Uhr, sondern erst um 19.50 Uhr los gekommen, dafür vorher noch eine Runde im Pool geschwommen und unsere neue Errungenschaft in das Auberginchen gepackt: Einen Ei(b)er(schinen)kocher in der Trendfarbe unseres Busses. Dann gehts los. Wir beschließen, quer Beet und nicht über die Autobahn zu fahren. Schenkt sich kilometer- und zeitmäßig nicht viel.

Irgendwo machen wir, nach ein paar Serpentinen, die uns Richtung Schwäbisch Gmünd ereilen, eine Raucherpause. Fröhlich steigen wir aus, dann ein Blick auf ein Rinnsal unter dem Busle, ein wissender Blick … Wasser aus dem Kofferraum? Null Problem – Ois isi 😀 Ist nur der Ablaufschlauch vom Frischwassertank übergeschwappt. Na, wenn’s weiter nix ist, sind wir glücklich. Da die Westech und die Batterien ja im anderen Kofferraum stehen, können wir schön relaxt wieder einsteigen und weiterfahren.

Um 22.37 Uhr sind wir am Ortsschild Schwäbisch Gmünd. Jetzt gilt es nur noch, einen Stellplatz für die Nacht zu finden, und das möglichst schnell, da es leicht zu regnen beginnt und der Scheibenwischer noch immer nicht angeschlossen ist.

Also mal ruckzuck auf einem Supermarktparkplatz einen gestressten Fussballfan nach einem Stellplatz fragen.

„Ja, hier gleich links, und dann rechts halten, wo es nach Lorch geht, dann wieder rechts, am TÜV vorbei, dann kommt eine große Tankstelle. Dort bleiben auch LKWs über Nacht, … und am Sonntag gewinnen wir, oder?!“

„Eh klar …,“ machen wir dem Fan eine Freude und verraten ihm nicht, dass uns Fußball so überhaupt nicht interessiert.

Inzwischen ist es schon dunkel und wir tigern los. Nach kurzer Zeit sehen wir ein Schildchen ‚Lorch‘ und biegen an einer kleinen Tankstelle ab. Wir fahren und fahren, kommen in ein abgelegenes Industriegelände, das irgendwann im Nirwana und in einem Engpass endet … Diese Strecke kann also schon mal überhaupt nicht stimmen, also wieder zurück zu der kleinen Tanke und nochmal nach dem Weg fragen. Christian erkundigt sich also, derweil ich überlege, ob es hier für Busse auch eine ‚Aschkarte‘ für die Autowaschanlage gibt.

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Natürlich sind wir zu früh abgebogen und haben vorhin so mehr oder weniger den Radweg nach Lorch erwischt. Jetzt sind wir jedoch richtig unterwegs.

Wir fahren auf die Hauptstraße und im Anschluss daran durch den Einhorntunnel. Ein langes Teil für Schwäbisch Gmünd, stellen wir fest, und noch etwas wird uns klar: Wir hätten nicht durch den Tunnel fahren sollen, sondern oben drüber. Also: Nach dem Tunnel irgendwo eine Umkehrmöglichkeit gesucht und wieder durch das Einhorn zurück. Aber wo geht’s jetzt weiter? Unsere Navi-gatorin foppt uns ziemlich und bringt uns überall hin, nur nicht zum Bahnhof, hinter dem es, laut dem netten Tankwart, Busparkplätze geben soll. Also fahren wir aufs Gradewohl weiter und landen schließlich per Zufall, in der Nähe des Bahnhofs, direkt auf dem Busparkplatz der LGS. Prima! Besser könnte es gar nicht sein.

Inzwischen ist es schon 23.30 Uhr, und da wir unterwegs schon gefuttert haben, können wir somit direkt ins Bettle abwandern … Wenn es nur nicht so heiß wäre … Klappe auf, geht dieses Mal nicht, weil es immer wieder ein wenig regnet. Was soll’s … wir werden die Nacht rumkriegen, und morgen … morgen scheint eh die Sonne! Davon sind wir überzeugt.

Am nächsten Morgen stehen wir schon relativ früh im Wechsel auf. Irgendwie bin ich noch saumüde, kann aber nicht mehr schlafen.

Christian tigert auch schon durch die Gegend.

Ich frage: „Hast du schon Kaffee getrunken?“

Er: „Nee, hab ich vergessen!“

… Der Tag kann nur noch gut werden, obgleich es immer noch stark nach Regen aussieht.

Also erst mal ein gemütliches Frühstück mit perfekten Eiern aus dem neuen Eiberschinenkocher, dann schnell aufräumen, und schon trudeln draußen die ersten Reisebusse ein, neben denen unser Busle, wie immer, wie ein kleiner Zwerg daneben steht.

Wir beobachten, wie sich die Parkplatzwächter nicht ganz schlüssig darüber sind, ob wir nun als Bus oder als Womo behandelt werden sollen, und schließlich winken sie nur ab. Die haben heute morgen wohl auch noch keinen Bock darauf, auch nur einen Schritt zuviel auf unseren angrenzenden Parkplatz zu machen. Uns soll’s recht sein. Parken wir somit schön umsonst.

Zwischendurch rast ein Sanitätsfahrzeug an. Direkt neben uns ist eine ältere Dame aus der Reisebusgesellschaft umgekippt. Wir vermuten, dass der Kreislauf schlapp gemacht hat, oder aber, dass sie einfach das Busfahren nicht vertragen hat. Jedenfalls nehmen die Sanis die Dame sicherheitshalber und festgeschnallt auf der Trage mit. Für sie ist der Besuch der LGS wohl gelaufen. Ich bete darum, das es ihr bald wieder besser geht.

Dann geht’s für uns los, Richtung Kasse. Wir überlegen, wie wir billiger rein kommen.

Christian meint: „Grüß Gott, ich bin Dr. Landes. Ich bin der Erfinder der Gartenschau!“ … Okay, funktioniert nicht wirklich, aber schließlich sind wir dann doch drin und latschten gemütlich los.

Da sich gleich zu Beginn das Gelände in das ‚Himmel- und Erdenreich‘ teilt, stehen wir erst etwas ratlos an der Pforte der LGS.

„Wo wollen Sie denn hin?“, fragt uns ein freundlicher Herr, und Christian antwortet: „Auf die Landesgartenschau!“

Der Blick des Herrn ist sehenswert.

„Okayyyy …“

„Und wie kommen wir in das obere Gelände?“

Jetzt ist er ein bisserl überfordert: „Ähem, hinter dem Rad-Dings hochlaufen!“

Alles klar … Gibt nur ein Rad-Dings, sprich Fahrradständer, und … es gibt einen Shuttle-Bus! Klasse! Den nehmen wir! Rund 20 Minuten später sind wir mit einem bremsenquietschenden, ruckelnden Stadtbus im Himmelreich und froh darüber, diesem Teil gesund entstiegen zu sein. Gespannt betreten wir dann das Gelände und suchen erst einmal eines der Bühnenzelte auf, um dem beginnenden Schnürlregen zumindest für ein paar Minuten zu entfliehen. Immer wieder regnet es ein wenig an diesem Tag, aber an und für sich ist das Wetter nicht dramatisch, sodass wir sogar nicht einmal um unsere Cams bangen müssen. Zwischendurch kommt auch immer wieder die Sonne raus, und dann ist es äußerst schwül und drückend, sodass wir schon nach kurzer Zeit klatschnass sind, aber nicht vom Regen, sondern von der Wärme.

Wir laufen kilometerweit über die Wege des oberen Teils der Gartenschau, doch außer diversen Pflanzbeeten, die zum größten Teil mit immer den gleichen Blumen bepflanzt sind, weiten Rasenflächen, aber so gut wie keine Gärten, dafür ein paar Verkaufsstände mit dem üblichen Kruscht (Metalltiere, Tontiere, Felle, Körbe und Holzwaren).

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Wenigstens gab es als besondere Attraktion ein paar Damen, die in schwindelnder Höhe in diversen Hängematten baumelten.

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Wir halten uns bis ca. 13.30 Uhr auf dem Gelände auf, dann fahren wir mit dem Shuttle wieder zum Erdenreich zurück, machen einen kurzen Abstecher zum Auberginchen, um etwas Kühles zu trinken, dann begeben uns für die nächsten zwei Stunden auf das untere Gelände und in die Altstadt von Schwäbisch Gmünd.

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Da uns auch der untere Bereich der LGS nicht wirklich vom Hocker reißt, beschließen wir, in der Altstadt einen Latte Macchiatto zu trinken. Was wir dort bekommen, ist jedoch mehr Latte, als Macchiatto. Ich beäuge mir das erst mal ziemlich skeptisch.

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Irgendwie passen die Gläser nicht auf die Unterteller, sodass Christian unsere Getränke äußerst vorsichtig zum Aussentisch bugsiert. Erleichtert darüber, dass er die Gläser ohne überzuschwappen transportiert hat, lässt er sich auf seinen Stuhl sinken und stößt hierbei gegen den Tisch, und schon haben wir die erste Schweinerei, die zum Glück nicht sonderlich auffällt, da es sich um einen Lattentisch handelt, durch den das übergelaufene Getränk rasch abfließt.

Keine fünf Minuten später stoße ich an Christians Wackelglas und sorge damit für Schweinerei Nummer 2 und dafür, dass endlich das Verhältnis Espresso zu Latte stimmt … War ich froh, dass wir uns letztendlich für einen Außentisch entschieden hatten.

Nachdem alles schön getrocknet ist, machen wir uns auf den Rückweg zum Busle. Es ist inzwischen 16.30 Uhr, und wir sind jetzt auch ganz froh, dem ganzen Rummel um fast Nichts auch wieder zu entkommen. Zumindest finden wir noch ein kleines Highlight am Straßenrand in ansprechender Farbe, genügend Patina, passendem Radl, sowie einem Auberginenspruch … Das Fahrzeug muss man einfach lieben 😀

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Unter den zumeist dennoch wohlwollenden Blicken diverse Reiseveranstaltungsteilnehmer, die wir kurzfristig in eine Abgaswolke hüllen, starten wir wieder durch.

Wir wollen in die grobe Richtung A7 fahren und irgendwo, wo ein schönes Plätzchen ist, zum Übernachten anhalten.

Unser Navigations-Lady ist jedoch der Hammer.

Sie schickt uns vor und zurück, jagt uns durch schmale Dorfsträßchen und will uns immer wieder einreden, dass der einzig richtige Weg eine Sackgasse ist, in die wir einbiegen sollen. Ja ist es denn zu fassen?!? Die dumme Nuss bringt mein Blut in Wallung!

Schließlich ignorieren wir ihr blödes Gelaber und siehe da, auf einmal klappt’s auch wieder mit den bustauglichen Straßen. Nach ein paar Alb-Steigungen sind wir dann in einer hübschen Gegend und fahren, nur ein paar Kilometer von Schwäbisch Gmünd entfernt, auf einen etwas straßenabgewandten Wanderparkplatz, um dort den Abend und die Nacht zu verbringen.

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Nach leckeren busüblichen Spaghetti, die wir in unserer Freiraumküche einnahmen, einem Filmchen und einer wohlverdienten und dringlichst notwendigen, wie auch ersehnten Dusche hüpfen wir ins Auberginenbett.

Gute Nacht bis morgen.

 

Heute – Sonntag – morgen ist das Wetter leider noch nicht so gut, dass wir draußen frühstücken können. Also dann drinne, ist auch Recht.

Irgendwie spukt es heute wieder in unserem Busle. Das Radio schaltet sich automatisch ein, das Gas am Kühlschrank muss irgendwann nachts schon gestreikt haben, denn ich entdecke das Blinklicht, welches andeutet, dass sich das Gerät nicht darüber schlüssig ist, woher es sich Strom holen soll. Jedenfalls streikt aufgrund der Ladekapazität die Westech, sodass wir heute morgen weder den Toaster, noch den Eiberginenkocher verwenden können. Egal. machen wir die Eier halt auf die gut althergebrachte Arte und Weise und essen den Toast halt labberich, was unserer guten Laune keinen Abbruch tut.

Danach abspülen, Bus aufräumen, alles verstauen, und dann geht’s wieder ab, Richtung Heimat.

Ehe wir wieder bei Gerstetten auf die Autobahn fahren, entdeckt Christian einen supersüßen englischen Doppeldecker-Bus, sodass wir doch erst noch mal anhalten müssen. Rasch ein paar Fotos gemacht, eine nette Unterhaltung mit dem Besitzer geführt, danach ein Rundgang durch den „Event-Bus“ … Wir sind uns einig. Es ist ein superschönes Stück, und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja auf irgendeinem Bustreffen wieder.

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Wir sind schon fast zu Hause, da beschließen wir, unser schönes Wochenende mit einem Besuch in unserem Standard-Eiscafè ausklingen zu lassen und gegen 14.00 Uhr sind wir dann unwiderruflich wieder in Dettingen/Iller/Baden Württemberg/Deutschland …

Wie immer haben wir unsere Bus-Tour genossen. Schön war’s, aber es ist auch immer wieder schön, in das andere Zuhause zurückzukehren. Mama, die Kätzle und ein Kuchen erwarten uns bereits, und die Sonne hat letztendlich die letzten Wolken auch vertrieben …

Nichts desto trotz freuen wir uns, wie jedes Mal, schon wieder auf die nächste Fahrt, wann immer und wohin auch immer wir diese unternehmen werden.

 

Okayyy … gefahrene Kilometer: Hab‘ ich wie immer keine Ahnung, Durchschnittsgeschwindigkeit: Öhem … ja! Eh klar, und sonstige Vorkommnisse oder Erkenntnisse: Immer erst die Arschkarte kaufen, ehe man mit dem Bus in die Waschanlage fährt … So long, bis bald mal wieder – Habe fertisch 🙂

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