Von Düsseldorf nach Viersen

Kaum drei Tage zu Hause, geht’s auch schon wieder los in die nächste Runde. Diesmal habe ich meine längste Tour vor mir, auf der ich alleine, ohne Gabi, unterwegs sein werde.

Von Düsseldorf wird es nach Berlin und nach Magdeburg gehen, bevor ich die Aubergine dann für zweieinhalb Wochen in Goslar bei einem Forenmitglied von wohnbusse.eu parke.

Ich bringe die Fahrt von Illertissen nach Düsseldorf mit dem Zug hinter mich. Der Streckenabschnitt entlang des Rheins ist wirklich wunderschön. Ich freue mich auf April, wenn ich mit Gabi hier auf „Rheintour“ bin. In Düsseldorf angekommen, mache ich es mir gerade wieder im Bus gemütlich, als ich auch schon von meinem Stellplatz „verjagt“ werde. Die Parkplätze werden zur Messe alle als Besucherparkplätze benötigt, bekomme ich zu hören. Na prima! Also umsetzen auf den Ausstellerparkplatz. Diesmal habe ich aber kein wirkliches Problem damit, da ich die Aubergine ja wieder bewohne.

Das Wochenende geht schnell vorbei, mit Messeauf- und –abbau und mit meinen Vorträgen an diesen Tagen.

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Nachdem ich bis zu meinem Termin in Berlin vier volle Tage Zeit habe, beschließe ich, am nächsten Tag noch bei Wynen-Gas in Viersen vorbeizufahren.

Erstens gab es bei der letzten Gasprüfung Gemecker, weil am Tank kein Prüfanschluss angebracht ist, und zum anderen weiß ich, dass es bei Wynen reines Propangas zu tanken gibt. Bei diesen Außentemperaturen kein Fehler!

Ich fahre nach Viersen auf den dortigen Wohnmobilstellplatz, welcher kostenfrei ist, Stromsäulen hat und zudem sich noch neben dem Hallenbad befindet. Letzteres hat den Vorteil, dass ich nach einer Runde schwimmen die Dusche benutzen kann, da sich meine Wasserversorgung im Bus noch im Winterbetrieb befindet. Sprich die Pumpen sind noch nicht eingebaut.

Leider ist die Aktion mit dem WoMo-Stellplatz nicht ganz so erfolgreich. Zwar ist der Platz noch immer kostenfrei, das ist aber schon das Einzige. Strom kann ich nicht nutzen. Nachdem auf 2 Stromsäulen 15 Joghurtbecher dranhängen, fliegt natürlich prompt wegen meinen paar Ampere zum Aufbaubatterien-Nachladen die Sicherung. Von der Weißware hatte wahrscheinlich jeder seine Stromheizung und seinen Fernseher an. Na gut, dann nicht. Geht auch ohne. Dann eben ab ins Hallenbad. Dort angekommen, stelle ich fest, dass die Badezeit seit 3 min abgelaufen ist.

Dann eben ungeduscht noch etwas lesen, und ab ins Bett. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

Eine nette Begebenheit gibt es noch auf dem Stellplatz. Direkt hinter mir steht so ein Concorde-Dingens, dessen Fahrer sich richtig für meinen Bus begeistern kann. Wir kommen ins Gespräch, und er gerät beim Anblick des O302 ins Schwärmen. Er erzählt mir wie er in den 80-ern (oder war’s in den 70-ern?) mit seinem alten klapprigen VW-Bus auf dem Landweg nach Indien war. Er will von mir u.a. wissen, ob ich glaube dass es mit seinem jetzigen Gefährt möglich sei, den Irak zu durchqueren!? Na ja, auf jeden Fall erwähne ich nach seiner Routenbeschreibung, dass das ja der klassische Hippie-Trail ist, was für ihn offensichtlich das Stichwort ist, dass er total abgeht :). Den restlichen Abend, bis ich einschlafe, darf ich mir in grenzwertiger Lautstärke von seinem Joghurtbecher rüber die Hippie-Klassiker wie Hendrix, JJ Cale, Janis Joplin … anhören. Heute Nacht träumt er in seinem Alkoven sicher vom bevorstehenden Hippie-Trail.

Gefahren mit dem Bus: 31 Kilometer
Tankung:   —

Karte 2

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