Nochmal Magdeburg und weiter zur Zwillingsschwester unserer Aubergine

Leider muss ich meinen Elbe-Stellplatz wegen des Messeaufbaus aufgeben und wechsle der Einfachheit halber, für die nächsten drei Tage direkt auf den Messeparkplatz. Vom Stellplatz her eine schlechte Alternative, aber ich brauche somit vom Bus zum Messestand nur fünf Minuten.

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Zuvor jedoch muss ich mir die 12 Volt-Lichtmaschine wieder anschließen lassen, nachdem das neue, schlecht anspringende Stromaggregat jetzt gar nicht mehr anlaufen möchte. Der Lieferant ist informiert, dort werde ich Mitte nächsten Monats vorbeifahren. In Magdeburg habe ich also noch den BOSCH-Dienst angefahren. Die haben wenigstens entsprechend dicke Kabel und Sicherungen mit Halter auf Lager. Den eingebauten Umweg über den Batteriekasten haben wir außer Betrieb gesetzt und über einen neu gesetzten Sicherungshalter im Motorraum direkt angeschlossen. Mit dieser neuen, dickeren und direkten Verkabelung liegt an der Batterie fast das doppelte an Ladestrom an als vorher!

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Am Messe-Wochenende wird mir erst die Tragweite eines Autobahnschildes auf der A2 von Berlin nach Magdeburg bewusst. Beim Überqueren der Bundeslandgrenze steht hier zu lesen: „Sachsen-Anhalt – Land der Frühaufsteher“. Während des Messe-Wochenendes ist die Situation tatsächlich folgende: Bereits vor 10.00 Uhr stehen etwa 500 Besucher vor den Kassen und warten, bis diese geöffnet werden. Dafür wiederum reißt der Besucherstrom in die Messehallen bereits ab 16.30 Uhr ab, sodass die Aussteller die letzten eineinhalb Stunden nur noch däumchendrehend und mit dem Aufräumen ihrer Stände beschäftigt sind. So etwas habe ich bisher noch in keinem anderen Bundesland erlebt.

Als kurios empfinde ich auch, dass in der Altstadt vom Magdeburg das, soweit ich das überblicken kann, größte Shopping-Center bereits um 18.00 Uhr schließt. Kurze Zeit später sind die Straßen wie leergefegt. Hier und da ein paar Grüppchen Jugendlicher, und das war’s. Ich bin wirklich erstaunt.

Sonntag, nach der Messe, geht’s nach Goslar. Ich übernachte dort noch einmal im Bus und darf diesen dann bei einem Forenmitglied aus wohnbusse.eu für zweieinhalb Wochen parken.

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Kurz vor Goslar

 

Zuerst suche ich mir einen Stellplatz in Bahnhofsnähe, um morgens, nach Öffnung des Reisecenters, eine Lösung für die Zwischenlagerung meines Gepäcks (ich bin mit meinem kompletten Messestand unterwegs) zu finden. Ich glaube zwar nicht, dass in Goslar jemand Messestände klaut, aber einfach abstellen will ich das Gepäck auch nicht, denn auf Bekanntschaft mit einem niedersächsischen Bombenentschärfungstrupp habe ich auch keine Lust. Dann, gegen 07.30 Uhr geht ein Anruf von Eddie ein. Sein Auto ist groß genug, mich später samt Messestand-Gepäck, wieder an den Bahnhof zu fahren, also alles kein Problem.

Ich mache mich auf den Weg, und prompt schickt mich mein Navi auf einer 3,5 to Straße in eine Schrebergartensiedlung. Der Schneefall (ja, nun hat es Goslar auch erwischt) hat mittlerweile so zugenommen, dass mir der Bus beim Wenden ständig wegschmiert. Kurz darauf finde ich aber fast auf Anhieb den richtigen Weg und erblicke auch schon Eddies O302 unter einem Vordach. Fast die gleiche Farbe und fast die gleiche Autonummer, die beiden O302´s 🙂

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Unsere Aubergine darf bei diesem grässlichen Wetter sogar einen Garagenplatz beziehen. Wow.

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Nach einem kurzen Kaffeeplausch bringt mich Eddie im 124-er Krankenwagen (darin ist genug Platz) zum Bahnhof. Super nett! Besten Dank, Eddie!

Die Heimreise im ICE verläuft relativ unspektakulär, zumindest bis auf einen viertelstündigen Stop auf freier Strecke und der damit verbundenen Duchsage: „Dieser Zug hält unplanmäßig aufgrund eines kleineren Defektes. Unsere Fahrt werden wir in Kürze fortsetzen“. Für mich natürlich gleich wieder der Beweis, dass die neuen ICE-Baureihen in puncto Zuverlässigkeit einem alten Mercedes-Bus nicht das Wasser reichen können. Einen „außerplanmäßigen Halt“ wegen eines Defektes hatten wir bisher noch nie 🙂

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So, nun erstmal zweieinhalb Wochen mit Messeterminen in Ulm und Luxemburg, jedoch ohne Aubergine, bis sie uns dann, diesmal auch mit Gabi an Bord, nach Bremen bringen darf.

Karte Goslar 1

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