Warum wir uns entschlossen haben, das Projekt Monsieur Saviem anzugehen

Wir sind mit unserem O302 im Bezug auf Wochenend- und Urlaubstrips eigentlich rundum zufrieden. Es kam immer wieder mal der Gedanke auf, das eine oder andere im Innenraum zu verbessern und nach und nach den Innenausbau zu erneuern.

Konkreter wurde der Gedanke, inwieweit der Ausbau auch tauglich ist, um ihn längere Zeit zu bewohnen oder irgendwann einmal ganz im Bus zu leben, als ich, bzw. wir im Frühjahr diesen Jahres auf Deutschlandtour waren. Es stellte sich heraus, dass es ein ganz klarer Unterschied ist, mit dem Bus nur im Sommer auf Urlaubstour zu sein oder dort länger zu leben und vor allem von dort aus auch zu arbeiten.

Urlaubstouren finden bis auf einige wenige Regentage normalerweise in der wärmeren Jahreszeit statt. Das Leben findet insofern nur begrenzt im, sondern zu einem großen Teil eben auch außerhalb des Busses statt.

Welche Gedanken gibt es nun zu den Punkten, in denen der 302er Bedarf an Überarbeitung hätte.

Küche:
zu wenig Ablageflächen, fehlender Backofen, fehlender Essbereich
Dusche:
Zu eng und für mich vor allem zu niedrig. (Anm. Gabi: Okay, schrumpfen kann er nicht mehr, aber wir sollten bei der augenblicklichen Dusche ein paar Kilo abnehmen, damit wir uns bewegen können  😀 )
Toilette:
ok
Sitzbereich im hinteren Busteil:
Sitze zu niedrig und zu wenig Beinfreiheit, um länger dort zu arbeiten
Heizung:
zusätzliche Heizung hinten notwendig, eine Truma 4000 schafft das nicht. Vermutlich auch Isolationsproblem.
Schlafbereich:
ausreichend dimensioniert, aber quer angeordnet. Einer muss also nachts oder morgens immer klettern

Das wären mal die augenscheinlichsten Punkte, die auf jeden Fall eine Innenraumsanierung im O302 notwendig machen würden.

Darin sind aber noch nicht unsere Notwendigkeiten oder Wünsche für dauerhaftes Wohnen im Bus berücksichtigt. Ich gehe die Gedanken nun mal von der anderen Seite an. Was wünschen wir uns an Ausstattung:

Küche:
Küche mit genügend Ablagefläche und Staufächern
Herd mit Backofen, möglichst gasunabhängig
Haushaltsüblicher Kompressorkühlschrank mit deutlich höherer Kapazität als unser jetziger Dometic.

Essbereich:
Sitzmöglichkeit für 4 Personen unmittelbar an die Küche angrenzend mit vernünftigen Sitzen und einem großen Esstisch, der sich auch eignet, mal mehrere Stunden zu zweit mit den Notebooks zu arbeiten.

Toilettenraum:
mit Handwaschbecken. Aus Platzspargründen so dimensioniert, dass es gerade ausreichend ist.

Dusche:
Am besten eine fertige Viertelkreisdusche mit Durchmesser 90 cm. Raumhoch, sodass auch bei mir das Wasser von oben und nicht von der Seite kommt.

Arbeitsbereich:
Schreibtisch mit Staumöglichkeiten für die Unterlagen und Arbeitsutensilien. Mit Notebook arbeiten ist ok, aber zumindest einen großen Bildschirm dauerhaft aufstellen zu können, wäre wünschenswert.

Sitzbereich hinten:
Großzügig, gemütlich und variabel. Eventuell fertige Möbel mit einem Schlafsofa, sodass eine Notschlafmöglichkeit für Besucher besteht.

Bett:
In der Breite reicht wie gehabt 1,60 m x 2,20 m. Aber: gedreht um 90 Grad, sodass die Ausstiegmöglichkeit auf beiden Seiten besteht.

Energie:
Momentan haben wir den Strom-Gas-Mix, der sich im Grunde auch bewährt hat. Bei einem Neuausbau wäre durchaus zu überlegen, komplett auf Strom zu setzen und nur eine Zusatzheiz- und Wassererwärmungsmöglichkeit auf Diesel-Basis vorzusehen. Ansonsten könnte ich mir sehr gut einen Festbrennstoffofen als Hauptheizung vorstellen. Der Verzicht auf Gas bedeutet weniger Aufwand beim Ausbau und keine regelmäßigen Gasprüfungen, mehr Unabhängigkeit von der Brennstoffversorgung, andererseits natürlich dann aber deutlich mehr PV und Batteriekapazität als bisher.

Wasser/Abwasser:
Momentan haben wir knapp 300 Liter Frischwasser und etwa die gleiche Kapazität in den Abwassertanks. Diese Kapazitäten müssten mindestestens verdoppelt, eher verdreifacht werden. Je nachdem, ob Waschmaschine oder nicht.

Heckgarage/Stauraum:
für Technik, Roller, Fahrräder, ggf. Tanks, ggf. für Messeartikel, etc.

Was macht die Basis interessant?

– H-fähig, wenn die Prüfstelle mitmacht
– etwa einem Meter länger als der O302
– deutlich höherer Innenraum als momentan
– Wohnbereich nahezu rechteckig, was den Ausbau deutlich vereinfacht
– den Unterflurmotor sehe ich eher neutral, da Vor- und Nachteile
– Motorersatzteilversorgung von Renault scheinbar noch weitgehend problemlos

Was macht die Basis problematisch?

– noch keine deutsche Zulassung, bekomme ich ein H oder nicht?
– laut Betschdorf eigentlich keine Teile mehr für den S53 erhältlich

Hab ich was vergessen? Was sind deine Prioritäten um im Bus dauerhaft zu leben?

Weiter zu Messetour nach Überhern 12.05.2015 bis 17.05.2015 und anschließende Mosel-/Rheintour bis 21.05.2015

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