Kleines Setratreffen in Leipheim

Vor einiger Zeit hat unser Dominik aus dem wohnbusse.eu-Forum dazu aufgerufen, am 01. Mai doch auf das Oldtimertreffen auf dem Gelände der Spedition Luible in Leipheim zu kommen. Da lassen wir uns doch nicht zwei Mal bitten, wenn es ein Treffen sozusagen direkt vor unserer Haustür gibt. Zum einen freuen wir uns sowieso immer, wenn es irgendwo schöne Oldies zu bestaunen gibt und zum anderen ist dies eine wunderbare Gelegenheit für uns, unseren blauen Setra einer schon lange fälligen Bewegungsfahrt zu unterziehen.

Heute ist es also soweit und so setzen wir uns um 8.30 Uhr in Bewegung, Verzeihung … Wir setzen uns erst einmal in den Bus und warten etwa 10 Minuten, bis das gute Stück genug Luft geholt hat, um sich dazu zu bequemen, die Bremse freizugeben. Dann geht’s los. Wir haben vor, die paar Kilometer nach Leipheim über Land zu fahren, vorher jedoch müssen wir noch tanken. Schon blöd, wenn die Tankanzeige nicht geht, also ein paar Liter rein, damit wir auf der sicheren Seite sind und dann starten wir wirklich.

Vor lauter „Wir müssen noch tanken“ und sonstigem Freudengelaber bzgl. der lang ersehnten Bewegungsfahrt fahren wir natürlich – Macht der Gewohnheit – automatisch auf die Autobahn. Auch blöd, aber andererseits auch wieder nicht, denn wir sind mittlerweile schon etwas später dran, als wir geplant hatten (wie immer). Um 9.30 Uhr wollen wir uns in Senden mit der Schwaben-Bus-Crew Günter und Alexandra, wie auch mit Famile Setra-Uli, sprich Uli, Sonja, Samira und Leona treffen, um gemeinsam die letzten paar Kilometer nach Leipheim zu fahren, damit wir im Setra-Bus-Pulk auf dem Parkplatz einfahren können.

Alle sind pünktlich, es gibt ein großes Hallo am Treffpunkt, dann düsen wir weiter und sind schon bald an Ort und Stelle. Kurz nach 10.00 Uhr ist natürlich auf dem Festplatz noch nicht die Hölle los, aber zumindest eine sehr engagierte Musikkapelle gibt bereits ihr Bestes, um die Leute aus Nah und Fern anzulocken. Der Himmel ist noch etwas durchwachsen und wir fragen uns, ob wirklich genug Besucher kommen werden. Augenblicklich kann man sie noch zählen, was äußerst praktisch ist, denn man muss an der Kasse der Schnabulierungsobjekte nicht lange respektive überhaupt nicht anstehen. So frühstückt Christian mal schnell eine Feuerwurst und meiner einer eine Brezel, gefolgt von zwei Kaffees, dann ziehen wir los, um zu schauen, was es an Fahrzeugen zu bewundern gibt … Na ja … leider nicht allzu viele, auch zu einem späteren Zeitepunkt nicht. Eine süße Ape, ein schöner Mustang, ein Manta (mit Fuchsschwanz innen!!! – geht gar nicht), Ente mit Pritsche, Käfer …  Da fällt mir auf, dass wir wohl irgendwo im Zoo gelandet sind bei dieser Viecherei …

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Aber es gab auch anderes Nicht-Getier, zwar nicht allzu viele, aber immerhin: Rolls Royce, Feuerwehrtrabbi,  Triumph Spitfire, diverse Porsche 911 und 912, Traktoren (mit z.T. Couch und Sonnenschirmbebauung)

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und ein paar Fahrzeuge mehr (ja ja, ich weiß, Christians Beschreibung würde jetzt anders ausfallen, aber ich habe ja von Autos und Ähnlichem keine Ahnung, was man mir verzeihen möge. Die Leser hier schauen sich ja eh die Fotos und den Film an, und von daher weiß dann sowieso jeder, von was ich spreche)

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und natürlich auch nicht zu vergessen, unsere insgesamt fünf Setra-Busse (eh das Beste  vom ganzen Platz).

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Wie auch immer lassen wir es uns gut gehen. Mit RouhlBC, sprich Roland, der leider ohne Bus angereist ist, weil der noch ziemlich auseinandergenommen, also der Bus, nicht Roland, Günter, Alexandra und Uli hocken wir eine ganze Weile beieinander und fachsimpeln über Busausbau, Feuerwürste und weitere kleine, gemeine Kalorien, derweil Sonja ihre Kinder hütet. Dann lassen wir uns von Uli die Wirkung des Eigenfremdstarts zeigen – Die verschmorten Kabel sind ein wahres Kunstwerk und verdienen es, genannt zu werden. Danach stellt sich die Frage nach einem mysteriösen Stecker in Ulis Setra-Keller, den man einstecken könnte, wenn man wüsste, dass man damit nicht womöglich eine weitere Katastrophe auslösen würde. Also mal lieber Finger wech davon! Schließlich besichtigen wir im Anschluss daran Dominiks Bus … Ein klasse Teil mit hübschen alten Holzschränkchen und Holzofen … geil, aber dennoch viel Arbeit, die da mit Sicherheit noch hineingesteckt werden muss.

Schließlich wandern wir weiter und besuchen Hannes und Elke in ihrem LP813, der superschön ausgebaut ist. Auch komplett in Holz, richtig heimelig, wie in einem kleinen Wohnzimmer und mit den beiden süßen Hunden, die friedlich schlummern, ist die Idylle perfekt. Wir quatschen ein wenig, dann beschließen wir, so langsam unsere Zelte abzubrechen und wieder nach Hause zu fahren, doch wir kommen nicht weit. Zuerst nochmal bei Günter und Alexandra reinschauen – aaahhh … es gibt noch einen Espresso – wunderbar, da kann man ja noch nicht gehen. Dann gesellen sich Sonja, die Kids, sowie Hannes und Elke noch dazu, man kommt erneutl ins Quatschen … okay, aber jetzt packen wir’s wirklich …

… fast …

… Steht da doch nicht plötzlich ein Herr im reiferen Alter vor unserem Bus und bekommt glänzende Augen. Es handelt sich hierbei um einen ehemaligen Innenausstatter der Fa. Kässbohrer, der jetzt von unserem Bus schwärmt und davon überzeugt ist, dass diese Baureihe die schönsten Busse waren, die die Firma jemals hergestellt hat, und dass er alles, was die Innenausstattung betrifft, bis ins kleinste Detail kennt. Hach ja, die Sitze … hier eine Naht und dort eine und die Bezüge, na logisch, hat er ja selbst gemacht und die Vorhänge … toll! Allerdings schluckt er erst einmal, als er hört, dass wir alle Sitze entfernt haben, aber dann versteht er doch, dass wir ein Womo aus diesem wundervollen Fahrzeug machen wollen. Glücklich ist er dann wieder, als wir ihm versichern, dass wir die Sitze nicht weggeworfen haben, und er möchte uns am Liebsten das Versprechen abnehmen, ja nichts an den noch bestehenden Originalteilen der Innenausstattung zu ändern.

Hach ja … Elke und Hannes waren schon lange nicht mehr hier und so kommen wir noch einmal ins Gespräch in Bezug auf den LKW-Führerschein und Elke ist wild entschlossen, denselben alsbald in Angriff zu nehmen – so, wie ich sie nun kennengelernt habe, wird sie das mit Sicherheit auch tun.

Inzwischen ist es 15.30 Uhr und nun fahren wir tatsächlich los. Erst beschließen wir, auf der Heimfahrt noch an einer Eisdiele anzuhalten, doch dann entscheiden wir uns dazu, auf das Eis zu verzichten und dafür lieber ein verfrühtes Abendessen in unserem Lieblingsrestaurant in Altenstadt einzunehmen, da unsere Mägen nach etwas „Gscheitem“ verlangen. Auf gut Deutsch: Wir haben Hunger wie die Sau!

Nach einem herrlichen Essen trudeln wir dann letztendlich gegen 18.00 Uhr wieder auf dem heimischen Hof ein. Satt und zufrieden … eigentlich könnte man ja jetzt Feierabend machen, aber nein … Erstmal noch den Blogartikel schreiben, Fotos zusammensuchen und ein Filmchen zusammenschneiden, damit die Welt mal wieder was zu gucken und zu lesen hat.

Sodele – schee war’s … wir hoffen, wir treffen unsere Busfreunde der Südfraktion (oder welche auch immer) bald einmal wieder! Bis denne dann!

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