Schweizer Wohnbustreffen in Büsingen/Deutschland – Tag 3 – 20.08.2016 – RRR: Regen – Radeln – Rinder

Auch heute Morgen sind wir schon früh aus den Federn. Noch ehe die anderen aus ihren Bussen stolpern, sitzen wir schon draußen und genießen das – noch – schöne Wetter. Christian liest Bilder und Videos der vergangen beiden Tage ein und ich lese einen Artikel über den Jakobsweg. Hach ja … da bekommt man schon wieder Lust, loszuziehen.

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Als sich unsere Tafel so langsam füllt, erinnert sich Christian daran, dass er Heidelbeer-Pancakes zum Frühstück machen wollte und so verziehen wir uns für eine Weile in die Busküche und werkeln dort herum. Ganz lecker, die Pancakes, wenngleich man am Kakao-Pfannkuchenteig noch ein wenig experimentieren kann. Gefüllt mit schmackofatzigem Soya-Heidelbeerjoghurt/Heidelbeermix haben wir ein richtig pompöses Frühstück und genug übrig, dass auch Chris noch mithalten kann.

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Aber Hallo! Gar zu oft dürfen wir das nicht machen, sonst können wir Muugeln nur noch durch den Bus kugeln und das Busbad wird zu klein für die Wampe. Mal sehen. vielleicht gibt’s dafür heute Abend ‚nur‘ noch ein Vesper.

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Zwischendurch regnet es immer mal ein bisschen und als es den Anschein hat, dass das Wetter für eine Weile lang halten könnte, schwingen wir uns, nachdem wir erst Christians platten Reifen geflickt haben, auf die Räder und wollen ein wenig am Rhein entlangfahren.

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Wir machen uns auf den ‚Enklave-Weg‘, der eigentlich nur für Wanderer bestimmt ist und dementsprechend ziemlich schmal, sehr verwurzelt und somit für ‚Normalradler‘ nicht zwingend geeignet ist, dafür umso mehr für Kamele.

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Na ja – Wanderweg ist Wanderweg, also wandere ich eben ein gewisses Stück und der Begriff ‚Radwandern‘ bekommt somit für mich eine völlig neue Bedeutung. Aber die Strecke ist toll und es macht Spaß, mal wieder in die Pedale zu treten.

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Wir besuchen das kleine Kirchle St. Michael in Büsingen, von dem aus man eine tolle Aussicht hat

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und verlieben uns spontan auf unserem Rückweg ein paar kleine Highland-Kälbchen, die mit ihren Müttern und einem impossanten Stier auf einer Weide stehen. Vor allem eins ist besonders süß. Unerschrocken kommt es nah heran und lässt sich gerne streicheln. Mir bricht es das Herz, wenn ich daran denke, dass dieses wunderbare Geschöpf einmal im Schlachthaus enden soll und einmal mehr freue ich mich darüber, dass wegen uns kein Tier mehr sterben muss … Na ja … stimmt auch nicht ganz, denn mit Schnaken, nervenden Fliegen und super aufdringlichen Wespen haben wir immer noch ein Problem, welches wir auch durch eine vegane Lebensweise nicht lösen können.

Gerade als wir wieder auf dem Platz eintreffen, beginnt es erneut zu regnen. Also schnell die Räder verstauen und unter dem Pavillon bei den anderen eine Melone zur Erheiterung schlachten. Kurz darauf kommt ein Reporter einer Schweizer Zeitung zu uns an den Tisch. Selbstverständlich weiß ich wieder nicht mehr, wie die Zeitung heißt (typisch), aber auch ganz nett zu wissen, dass man mal erwähnt wird, bzw. was Frank so von sich gibt. Der Reporter flucht … Ist sein Fotorucksack doch nicht wasserdicht und in das nasse Notizbuch lässt sich auch nicht mehr wirklich was schreiben. Dennoch macht er mal eben noch ein paar Fotos von der deutschen Busfraktion und schießt Nahaufnahmen von unserem Auberginchen. Das freut die hetz-mich-nicht-Crew! Aubergine rocks Switzerland!

Christa und Uwe, die auf einen Sprung auf dem Treffen vorbeigekommen sind, treten aus regentechnischen Gründen relativ bald wieder den Rückweg an, Helmar, Frank, Chris und Co machen einen Spaziergang an den Rhein runter und wir beide gönnen uns einen Mittagsschlaf. Das hat auch was. Im Anschluss daran gibt’s erst mal einen Kaffee zum Wachwerden.

Wir trödeln noch eine Weile herum, dann ist es auch schon 17.30 Uhr und somit Zeit, dass wir alle uns in Bewegung setzen, um dem Redner des Schweizer Begrüßungskomitees, sprich den Organisatoren dieses Bustreffens die Ehre zu erweisen. Wie üblich gibt es Aperol, Orangensaft und Wasser samt Chips für alle Busler und die Rede fällt dieses Mal wesentlich kürzer aus als in den Jahren zuvor. Auch haben wir nicht, wie sonst üblich, den Treffpunkt für das nächste Schweizer Wohnbustreffen erfahren … oder wir haben es mal wieder einfach nicht verstanden, odrrr?!

Wie auch immer. Wir beobachten die Mitglieder der Country-Band, wie sie ihre Instrumente und Anlage verkabeln, denn um 19.00 Uhr soll der unterhaltsame Westernmusik-Abend steigen.

Hiervon gibt’s keine Bilder, aber letztendlich werden wir bei hetz-mich-nicht ja auch wieder ein kleines Filmchen einfügen, wenn wir wieder zu Hause sind und somit kann man hier dann u.A. auch die Western-Musik live erleben.

Unsere deutsche Busdelegation sucht das Weite, als der Himmel ein zweites Mal seine durchwachsenen Schleusen öffnet und uns mit ein wenig Wasser von oben benetzt. Anscheinend mag wohl auch keiner – im Gegensatz zu uns – die Country-Music und so sitzen Christian und ich recht schnell allein auf unserer nassen Bank. Die Band testet mittlerweile ihre Instrumente mit Ausschnitten ihres Könnens und für uns ist ganz klar, dass wir hier noch eine Weile lang bleiben. Mittlerweile wird auch eine ganze Biertischgarnitur im Innern des Zeltes, direkt vor der Bandbühne, frei. Super! Da setzen wir uns hin und freuen uns, dass wir den direkten Durchblick haben und auch ein bisschen filmen können. Kurze Zeit später setzen sich ein paar supernette Leute im Western-Outfit zu uns. Wir erfahren, dass sie einer Line-Dance-Gruppe angehören und jedes Wochenende auf eine andere Country-Veranstaltung zu fahren, um dort schöne Abende zu verbringen, neue Leute kennenzulernen und natürlich auch um zu tanzen. Wir sind schon gespannt, denn auch hier wollen sie loslegen.

Um 19.00 Uhr geht’s dann auch los. Die Band spielt toll und macht eine klasse Stimmung, die Tänzer sorgen ebenfalls für gute Laune. Wir bereuen es absolut nicht, gewartet zu haben.

Zwei Stunden und einige Videos später verlassen wir dann aber doch das offene Festzelt, denn mittlerweile sind wir etwas durchgefroren. Einen herzlichen Dank jedoch an die Band, die uns gestattet, die Musik für unseren neuen Schweizer-Bustreffen-Auberginen-Film zu verwenden. Und Leute, ihr habt wirklich toll gespielt! Danke für einen herrlichen Country-Abend!

Gegen 21.00 Uhr verschwinden wir erst einmal im warmen Bus und essen noch eine Kleinigkeit, um nicht noch aus den Latschen zu kippen. Ach Quatsch! … Späßle g’macht! … Ist eigentlich interessant … Seit wir uns vegan ernähren, scheinen wir viel weniger zu essen als vorher. Die Mahlzeiten sind mit kleinen Portionen sehr sättigend und somit haben wir auch kaum mehr Hunger. Klasse! Da müssten die Kilos doch endlich einmal purzeln, odrrr?!

So, und während ich hier jetzt den Blog-Artikel bastle, sitzt Christian noch draußen mit den anderen beieinander. Es gießt ziemlich und ich hoffe sehr, dass wir morgen mit dem Auberginchen problemlos von der Wiese fahren können. Möge es bloß nicht die gesamte Nacht durchregnen … Das wäre fatal für alle, die hier auf dieser Grünfläche geparkt haben.

Mittlerweile ist es 22.00 Uhr und eigentlich bin ich noch gar nicht müde, aber mir ist es, ehrlich gesagt, zu kalt und zu nass draußen, sodass ich aller Wahrscheinlichkeit nach den Rest des Abends intern verbringe. Bei Christian wird’s noch ein wenig dauern.

Alsdann Welt, wir lesen uns in Bälde wieder. Jetzt lass ich dich erst mal im Regen stehen und freu mich, dass ich im Trockenen sitze.

Gut’s Nächtle allesamt, bis morgen.

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