Weihnachtsurlaub – 25.12.2017 – Tag 1

Sodele, heute sind wir tatsächlich schon früh zugange und das ist auch gut so. Bis letztendlich alles wieder gesäubert, eingeräumt und geputzt ist, ist es Mittag. Jetzt noch schnell duschen, alles nochmal durchchecken, ob nix vergessen, dann geht’s los!

Start 13:07 Uhr in Dettingen bei strahlendem Sonnenschein. Noch kurz tanken und zwei Butterbrezeln als verspätetes Frühstück, dann ab auf die Autobahn!

Ein tolles Gefühl, endlich mal wieder unterwegs zu sein und vor allem mit dem Wissen, dass das Licht funktioniert und dass auch die Heizung ihr übriges tut (wenngleich auch nicht beim Fahren, da ist es ziemlich frisch, je näher wir der Schweiz kommen). Irgendwie fahren wir heute nicht direkt nach Lustenau sondern an einen kleineren Grenzübergang ein paar Kilometer weiter. Egal – fahren wir eben erst bei der nächsten Auffahrt auf die Autobahn … denken wir zumindest. Wir kommen an die Grenze, hier stehen zwei Zöllner. Der eine schaut uns etwas grimmig an: „Sie sind hierch an einerch unbesetzten Gchrenze. – Fahrchen Sie zurchückch nach Lustenau!“ Hä??? Unbesetzte Grenze, wenn die beiden da stehen? Versteh einer die Schweizer. Nun gut, fahren wir eben zurück nach Lustenau an die besetzte Grenze! Schlappe 5-10 Minuten später parken wir auf dem bekannten Busparkplatz der Grenze und Christian macht sich auf, das Formular XY für Befreiung der Schwerlastabgabe zu holen … Hhmm … Das Gebäude ist zu! Verschlossen! Unbesetzt! Ich lach mich schlapp! Noch eine unbesetzte Grenze, dieses Mal allerdings auch ohne Zöllner. Und jetzt? Ohne dieses blöde Formular dürfen wir ja nicht durch die Schweiz fahren. Toll! … Erstmal eine rauchen und der Zöllner harren, die da wohl hoffentlich noch irgendwann aufkreuzen! Ein paar Minuten später kommen tatsächlich die beiden Grießgrame der vorherigen Zollstation angefahren. Wieder schaut der eine ziemlich bissig. „Schlächte Routenplanung! Da müssen Sie sich doch schon vorchher erkchundigen, ob die Gchrenze geöffnet ist! … Und wie begrchünden Sie Ihrch Anliegen, die Befreiung der Schwerlastabgabe zu beantrchagen?“ Oh Mann … guter Mann – keiner kann was dafür, wenn du am Feiertag arbeiten musst und genervt bist! Aber Hauptsache, wir haben jetzt das Formular und können weiter.

Je weiter wir fahren, umso kälter wird es irgendwie. Unsere Beifahrertür schließt ja nicht richtig (müssen wir unbedingt mal die Gummis erneuern) und irgendwie zieht es überall rein. Es wird mit der Zeit nicht nur kalt, sondern saukalt. Selbst die Hunde beginnen zu bibbern und so verfrachte ich sie auf das Sofa und mummle sie in eine schöne warme Fliesdecke ein. Zusätzlich stellen wir einen Heizstrahler auf, damit die Temperaturen wenigstens ein bisserl erträglich werden. Ich werfe mir einen Poncho über, damit lässt es sich auch ertragen, aber ganz ehrlich – ich freu mich drauf, wenn wir später die neue Heizung anwerfen und es schnuckelig warm im Buswohnzimmer wird!

Wir hören Radio und so langsam können wir das konstante Weihnachtsgedudel nicht mehr hören. Da amüsiert uns dann umso mehr die Meldung aus Zürich, die da berichtet, dass in Zürich gegen die „Strichplanung“ verstoßen wurde und die Prostitution nur noch in bestimmten Bezirken, bzw. nur noch in Sexboxen erlaubt ist! Na, das nenn ich doch mal eine Info, die die Welt braucht!

Um 19:00 Uhr fahren wir nach knapp 300 km auf einen wunderbaren 24-Stunden-Parkplatz in Wangen a. A. direkt neben der Aarenbrücke am Flüsschen am Rande eines ganz ruhigen Wohngebiets. Dort schlagen wir also unser Nachtlager auf und heizen unsere durchgefrorenen Knochen durch. Jetzt noch bisserl glotzen, Hunde bespaßen, eine Kleinigkeit essen, dann geht’s ins Bettle … Boah, was für ein Luxus … ein warmes Wohnzimmer, ein warmes Bett und ein heißer Mann … Was geht’s mir gut 🙂

 

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