Weihnachtsurlaub –  29.12.2017 – Tag 5

Einen wunderschönen guten Morgen und Häppi Börsday meinen lieben Herzblatt! Ich wünsche dir alles Gute, viel Gesundheit und ein wundervolles Leben in jeder Hinsicht! Hat durch unsere gestrige Reifentour nicht ganz geklappt, zum neuen Lebensjahr am Atlantik zu erwachen, aber das ist – glaube ich – nicht wirklich ein Problem.

Da wir gestern bereits gegen 21:00 Uhr ins Busbett gesunken sind und wie belämmert bis 6:30 Uhr geschlafen haben aber somit doch relativ früh am Morgen auf sind, haben wir ein wenig Zeit, herumzutrödeln … Nee, das stimmt nicht ganz … wir haben alle Zeit der Welt, denn wir sind ja im Uuuuuaaaarlaub! J Also trinken wir gemütlich zwei Kaffees, schnuckeln mit den Hundis, die das sehr ausgiebig genießen, dann bearbeitet Christian noch ein paar Bilder und ich widme mich dem zweigeschossigen Küchenschrank, in dem der Ahornsirup im obersten Fach umgefallen ist. Das wäre jetzt an und für sich auch nicht weiter tragisch, aber dummerweise hatte die Maus den Deckel angeknabbert, und das klebrige Zeug ist nun zur Hälfte ausgelaufen und hat so ziemlich alles verpappt, was in dem Schrank herumsteht … Töpfe, Pfannen, Holzbretter, Essig- und Ölflaschen … eben alles! Bäh! Aber letztendlich hat es schlimmer ausgesehen, als es war und bald schon herrscht wieder heile Welt im Küchenschrank.

Wir räumen noch ein wenig den Bus auf, tanken frisches Wasser an der Zapfsäule, entsorgen unseren Müll, aber dann … dann starten wir durch. Irgendwie müssen wir ja endlich mal ankommen.

Es ist 09:20 Uhr als wir losfahren. Wir tragen in Vorfreude auf den Atlantik eine unbändige Freude und Sonne im Herzen. Auf die Sonne am Himmel müssen wir wohl verzichten denn innerhalb der letzten drei Stunden hat es sich eingeregnet. Schön ist allerdings, dass es draußen nicht mehr kalt ist und somit auch die Fahrt für die Beifahrer, sprich für die Hunde und mich, gut erträglich ist.

Fröhlich fahren wir durch den Regen und biegen von der Zweispurigen ab in Richtung Bayonne … dann ein Knall!!!

Wir schauen uns nur an und hoffen darauf, dass irgendetwas IM Bus nicht richtig befestigt war und runtergefallen ist, aber unsere Hoffnung ist vergebens … Es könnte alles immer noch so einfach sein … isses aber immer noch nicht!!! Christian fährt an den Straßenrand und hält an. Eine Runde um den Bus herum, dann haben wir Gewissheit: Der gestern reparierte Reifen ist geplatzt – Also nicht nur schon wieder der Schlauch kaputt, sondern auch der Mantel. Super! Vermutlich hat der Mechaniker von gestern die Innenseite des Mantels nicht überprüft und irgendetwas hat dann wohl auch den neuen Schlauch durchgeschabt… Aber wir sind dennoch Glückskinder, denn wir haben direkt vor einem Reifendienst angehalten und es ist beim Reifenplatzer auch nichts passiert. Mangels Französischkenntnissen gebe ich mal wieder in den google-Translator mein Sprüchlein ein: „Wir haben einen geplatzten Reifen. Können Sie uns helfen? Wir haben einen alten Bus als Wohnmobil.“ Damit dackle ich wieder an den Tresen, doch ich ernte leider nur ein „NON“ … Das verstehe sogar ich! Aber der gute Mann gibt mir eine Adresse in der gleichen Ortschaft (Wir sind in Tyrosse). Nur sechs Minuten entfernt ist eine Reifenservicestelle, Profil Plus, in der wir vorstellig werden.

Zum Glück spricht einer der Mechaniker deutsch und mit noch mehr Glück haben die doch auch tatsächlich noch einen alten Reifen in unserer benötigten Größe herumliegen. Zwar ist der an einer Stelle total abgefahren, aber lieber wir haben einen Abgefahrenen als gar keinen zweiten Reifen. Wir schwören uns jetzt endgültig, unseren Ersatzreifen wieder im Bus zu integrieren!!!

Der Himmel ist uns jedenfalls trotz Regen wohl gesonnen und schickte uns nun schon zum zweiten Mal eine passende Werkstätte in unmittelbarer Nähe. Danke!!!

Ich bitte jetzt aber all unsere geistigen Helfer darum, dass dies die letzte Panne auf unserer Reise war und wir jetzt den Urlaub wirklich genießen können. Ist ja schließlich nicht so toll, anstatt des Atlantiks immer nur auf das Innere diverser Werkstätten zu blicken 😉

Es ist 11:10  Uhr und wir sind wieder am Start.

Von dem deutsch-sprechenden Mechaniker bekommen wir den Tipp, nach Badenas, eine (DIE) spanische Steppenlandschaft zu fahren, die nicht allzu weit entfernt von Pamplona ist und wohl traumhaft schön sein soll, allerdings nur, wenn es nicht regnet … Hhmmm … habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es regnet? Also erst mal nix mit Steppe.

12:15 Atlantik erreicht 😀 :D: D

Wir sind an unserem Jakobsweg-Atlantik-Platz von 2015 in Biarritz. Die Wellen sind gigantisch und wir laufen erst mal eine Weile mit den Hunden, die sich auf dem Strand austoben können. Sie haben großen Spaß am Meer und Mari muss auch gleich bis zum Bauch ins Wasser. Es ist im Grunde genommen überhaupt nicht kalt, aber der Wind pfeift uns gehörig und schon fast schmerzhaft um die Ohren. Gegen 13.00 Uhr sind wir wieder beim Auberginchen und holen Christians Geburtstagsfrühstück nach. 13.45 Uhr fahren wir wieder los. Wir möchten uns einen idyllischeren Stellplatz suchen, an dem wir dann auch nach der Fahrt ein bisserl zur Ruhe kommen können. Also geben wir Hendaye ein und schauen mal, wo wir letztendlich stranden.

Erst gurken wir jedoch noch eine satte halbe Stunde durch, in und um Biarritz herum, da uns das Navi immer wieder auf eine 3,5 to begrenzte Straße schicken möchte. Irgendwann geben wir auf und fahren doch auf diese Straße, weil wir keinen anderen Weg, keine andere Möglichkeit sehen, ansonsten aus dieser Stadt hinauszukommen. Dann ist aber auch DAS endlich geschafft und wir schlagen die grobe Richtung nach San Sebastian ein.

15:10 Ankunft Hendaye 🙂 Jetzt erst mal eine große Strandrunde mit Wellenblick, um die Hunde müde zu machen. Danach geht’s jetzt endlich weiter nach Spanien. Wir passieren die Grenze in Irun, fahren durch die Stadt und jetzt wird’s richtig richtig eng! Lisa schickt uns mal wieder in eine Straße, wo es in die Richtung, wo SIE hin möchte, gar nicht weitergeht. Dafür stehen rechts und links Motorräder und Roller, sodass Auberginchen gerade mal noch mit 5 cm Abstand dran vorbeikommt. Als wenn wir sonst keine Probleme hätten, klopft ein Mann an die Scheibe und fragt nach Marihuana, Kokain und sonstiges … Hallo-o … Goa-Bus oder was? Wir fahren weiter und gleich darauf müssen wir um eine sauenge Kurve, in der Christian das Busle erst einmal zurücksetzen muss, um dann die Kurve zu kriegen, zu allem Elend auch noch mit dem neuen alten Reifen über den Bordstein, aber geht nicht anders und der Reifen hält. Puuuh, bin ich froh, als wir wieder aus Irun draußen sind.

Unsere Suche nach einem Supermarkt verläuft heute irgendwie im Nirgendwo. Die Märkte, die wir sehen, sind für uns unerreichbar oder aber wir können nicht auf die entsprechenden Parkplätze fahren. Außerhalb parken ist irgendwie auch nicht drin. Also beschließen wir, den Einkauf auf morgen zu verlegen, zumal es schon wieder dunkel wird.

 

Heute heißt es für uns dann nur noch einen Stellplatz für die Nacht zu suchen. In Zumaia finden wir einen Parkplatz an einem Sportcenter, wo schon mehrere Wohnmobile stehen und so gesellen wir uns da einfach dazu. Inzwischen ist es schon 19:30 Uhr, 159 km sind wir heute gefahren und nun wollen wir nur noch unsere Ruhe haben.

Jetzt noch schnell bisserl was kochen, dann ist Feierabend. Morgen möchten wir uns dann einen schönen Stellplatz irgendwo in Sichtweite des Meeres suchen und wenn möglich dann dort auch ein paar Tage bleiben, sofern wir unsere Vorräte mittels eines Supermarkts noch auffüllen können.

Als dann bis dann … jetzt geh ich chillen!

Update: Wir haben nach dem Essen und dem Einverleiben eines netten Filmes noch die Hunde geschnappt und sind eine Runde durch das noch weihnachtlich beleuchtete Zumaia gelaufen.

Nicht zu fassen … es ist 23:00 Uhr, als wir zurückkommen und es sind noch immer 14 Grad draußen! Heute also das erste Mal unterwegs OHNE Heizung schlafen! Geil!

2 Kommentare zu Weihnachtsurlaub –  29.12.2017 – Tag 5

  1. Chris sagt:

    Herzlichen Glückwunsch übrigens auch von uns… nachträglich 😉

Schreibe einen Kommentar

Please use your real name instead of you company name or keyword spam.