Weihnachtsurlaub –  01.01.2018 – Tag 8

Guten Morgen Neues Jahr! Schön, dass du uns heute wieder mit Sonnenschein begrüßt, auch wenn schon wieder ein paar Wolken aufziehen, die für die nächsten paar Tage wieder ergiebigen Regen bringen sollen.

Wir quälen der Kaffeemaschine mit Hängen und Würgen das schwarze Gebräu ab, dann machen wir Klar-Schiff im Bus. Schadet ja auch nichts, zwischendurch mal wieder richtig aufzuräumen. Das Aussaugen verschieben wir noch aufgrund des immer noch akuten Strommangels, aber sonst sieht es hier schnell wieder ziemlich manierlich aus.

Dann checken wir diverse Wetterradarkarten und beschließen nun doch schweren Herzens, unseren Atlantik zu verlassen, da wir in unserem Urlaub schon noch ein bisserl Sonne und Wärme abbekommen möchten.

Also Schotten dicht, Adieu Atlantik – wir sehen uns bestimmt wieder – und schon sind wir auf dem Weg in Richtung Mittelmeer. Als erstes Ziel geben wir Pamplona ins Navi ein, dann geht’s los, so Gott will, der Sonne entgegen.

Start: 10:15 Uhr in Ondarroa

Wir fahren entlang der mäanderförmig verlaufenden „Urola“ auf einem gleichermaßen mäanderförmig verlaufenden Sträßchen durch die schöne baskische Landschaft. Parallel verläuft eine alte Bahnstrecke, die jetzt als Radweg fungiert, der über viele Brücken und genauso viele Tunnels führt. Hier macht Radeln mit Sicherheit auch Spaß …  aber Busfahren auch, zumal die Sonne immer stärker rauskommt und inzwischen schon richtig Wärme abstrahlt. Super!

Irgendwann fahren wir auf die Autobahn, um ein Stückchen voranzukommen, doch allzu schnell können wir auch hier nicht fahren, da uns ein ziemlich starker Gegenwind um die Ohren bzw. ums Blech fegt, sodass sogar das Auberginchen ins Wackeln kommt. Also doch lieber bisserl langsamer tun J

Um 13:00 Uhr haben wir Pamplona erreicht.

Wir fahren eine halbe Stunde auf der Suche nach einem Parkplatz durch die Stadt, finden aber nicht wirklich eine geeignete Haltestelle. Sicherlich hat Pamplona eine wunderbare Altstadt, wie wir auf die Schnelle mit einem Seitenblick erkennen, doch an und für sich empfinde ich es als unschön.

Unglaublich viele Hochhäuser, Industrie und das zieht sich kilometerweit. Nichts für die Frau, stellt sie fest und so sagen wir Pamplona auf Wiedersehen und machen uns auf den Weg in Richtung Zaragoza.

Ca. 50 km vor besagter Stadt wird der Himmel immer blauer, die Sonnenkraft immer stärker und der Wind bläst kühl und kraftvoll wie am Atlantik. Krass. Selbst das Rauchen wird hier zu einem Abenteuer 😀

In Zaragoza das gleiche Spiel in Grün bzw. eher Grau wie in Pamplona. Eine Menge Industrie und grässliche Hochhäuser ohne Ende kilometerweit entlang der Straße, die wir fahren. Also gibt es erstmal keinen Grund, hier wieder aller Voraussicht nach umsonst nach einem Parkplatz zu suchen. Lieber fahren wir jetzt noch ein Stückchen weiter. Augenblicklich sind es noch 231 km bis ans Mittelmeer und das reizt uns jetzt doch mehr, als eine riesige Industriestadt. Wir haben uns Vinaros als vorläufiges Endziel ausgeguckt und dort soll es in den nächsten Tagen um die satten 20 Grad herum haben, mit Sonnenschein und mehr oder weniger OHNE Regen. Das hört sich doch gut an, oder? Nun, wir werden sehen. Jetzt jedenfalls geht’s erst mal weiter geradeaus … sagt zumindest Lisa …

Wir fahren durch das kleine Dorf Quinto, welches mir supergut gefällt. Doch dann muss ich doch lachen. Es erinnert mich total an ein Potemkin’sches Dorf. Jedes Haus, bis auf ganz wenige Ausnahmen, haben eine ganz wundervolle Fassade, sei sie frisch gestrichen, mit Klinker versehen oder mit Steingut verziert … aber bereits die Seitenwände lassen ziemlich zu wünschen übrig. Wie wo die Rückseiten aussehen mögen?

Augenblicklich sind es noch 178 km bis ans Mittelmeer und uns begleitet rechterhand ein ganz wunderbarer Sonnenuntergang und linkerhand ein gigantischer Vollmond der Extraklasse. Toll! Der erste Vollmond direkt am 01.01.2018! Geil!

Zwischendurch stellen wir Überlegungen darüber an, ob wir, wenn wir jetzt quer durch Spanien reisen Querulanten sind, ob Baskenmützen ohne Basken nur einfache Mützen sind, ob die Einwohner von Pamplona Pamplonesen oder Pamplonier und die Hunde dort womöglich Pamplonesen sind … Fragen über Fragen, die uns beschäftigen, während wir durch die schon wieder beginnende Nacht fahren.

Nachdem wir heute 382 km gefahren sind und nun noch etwa 170 km bis zu unserem Ziel haben, fahren wir rechts raus und stellen uns in Venta del Barro bei einer Tankstelle ums Eck auf einen freien Platz, um dort zu übernachten, so uns der Tankwart wohl gesonnen ist, denn gefragt haben wir ihn nicht. Wir hoffen jedoch auf unser Glück, welches uns durch das Schnabulieren der insgesamt 24 Weintrauben zum Jahreswechsel ja hold sein soll.

Jetzt vielleicht noch eine Kleinigkeit essen, dann ist chillen für den Rest des Abends angesagt.

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