Weihnachtsurlaub –  04.01.2018 – Tag 11

Wir sind mal wieder um 06.30 Uhr auf. Kaffee und Sonnenaufgang werden selbstverständlich erneut vor dem Bus eingenommen. Ich mache dann irgendwann einen halbstündigen Spaziergang zum offenen WC auf der Promenade, weil wir es noch nicht geschafft haben, unser Bus-Klo zu reparieren. Es ist noch sehr früh am Tag, aber viele Händler stellen bereits entlang der Promenade und in Seitenstraßen ihre Stände auf. Ist heute wohl ein größerer Markt angesagt. Da jedoch mehr Klamotten und Kuscheldecken angeboten werden als sonst was, sparen wir es uns, den Markt zu besuchen, packen dafür alles zusammen und starten gegen 10:00 Uhr das Auberginchen. Wir möchten ein Stückchen weiterfahren, sozusagen „Auf zu neuen Ufern“ im wörtlichen Sinne.

Wir haben uns das Ebro-Delta, etwa 35 km von hier entfernt, ausgeguckt.

Durch kleine Sträßchen mit wunderbaren Häuschen und schönen mediterranen Gärten tuckern wir in den 30iger Zonen über die Holperfallen, später wechseln wir dann über auf eine etwas größere Straße, die uns direkt zum Delta führt.

Wir beschließen, mal eben noch einen Zwischenhalt in Miami zu machen,

um Flamingos zu fotografieren.

Zwischendurch noch tanken und bisserl was einkaufen, dann fahren wir direkt auf einen riesigen Strand, vorbei an drei Joghurtbechern, die vorne auf dem Parkplatz stehen. Christian hält knapp vor einer Düne und somit haben wir den besten Platz ever.

Blick direkt aufs Meer, nur Sand um uns herum, so weit das Auge blickt, ansonsten wohltuendes NICHTS. Was für ein Traum. Wir lassen die Hundis raus und sie nehmen den riesigen Sandkasten sofort in Beschlag.

Rasch packen wir die Fotoausrüstung zusammen und laufen los.

In Sichtweite befindet sich ein Aussichtspunkt zur Vogelbeobachtung am Rande des Naturschutzgebiets. Dort möchten wir hin.

Unglaubliche Vogelschwärme ziehen hier ihre Runden und am anderen Ufer des Ebros sehen wir wahnsinnig viele Flamingos stehen. Leider zu weit weg, als dass man von ihnen mehr als nur die Leiber auf dem Foto sehen wird. Egal. Christian nimmt sich vor, morgen nochmal loszuziehen und sein erneutes Fotografenglück zu versuchen.

Jetzt gehen wir erst mal zurück zum Busle. Es wirkt so richtig klein und verlassen auf der Sandpiste.

Wir haben strahlenden Sonnenschein, bestimmt 22 Grad und atlantikblauen Himmel über dem Mittelmeer und so stellen wir unsere Stühle direkt vor die Brandung.

Was Leckeres zu trinken und einen kleinen Snack gibt’s ebenfalls von uns für uns, dann ist nur und ausschließlich noch Chillen angesagt.

Wir bleiben laaange hier sitzen und beobachten zwei Mädels, die wohl zum Fotoshooting hergekommen sind. Es ist göttlich, wie das Model gefühlte hundert Male in die Luft springt, um ihrer Fotografin ein Sprungbild zu ermöglichen, doch es will einfach nicht klappen. Na egal, wirft sie die Haare zum gefühlten tausendsten Mal über die Schulter, lacht verlegen, schmust mit Marco und lässt sich halt mit ihm fotografieren.

Als die Sonne beginnt, sich zu verabschieden, wird es merklich kühler. Wir haben uns jedoch vorgenommen, draußen unsere Pizza zu essen und zu unserem Mahl nehmen wir Rotwein, Cola und einen Sonnenuntergang als Dessert.

Die Pizza natürlich wieder aus der Pfanne, da der Strom immer noch nicht so tut, wie er soll.

Anschließend sind wir ein bisserl durchgefroren und ziehen uns in den Bus zurück, wo wir noch ein Filmchen gucken und gespannt die Uhr im Blick behalten. Von 21.00 – 09.00 Uhr dürfen hier keine Womos und keine Zelte stehen. Wir sind gespannt, ob wir verjagt werden oder ob wir eine ruhige Nacht haben. Da gegen 22.30 Uhr jedoch immer noch alles ruhig und im grünen Bereich ist (die anderen Womos haben brav den Platz verlassen und wir stehen nur noch allein auf weiter Flur), gehen wir schlafen und haben die herrlichste Nachtruhe auf Gottes weiter Welt. Wunderbar ruhig, nur der rauschende Gleichklang der Wellen ist hörbar und der schaukelt uns nun recht schnell in den Schlaf.

Eines ist klar … hier an diesem wundervollen Ort waren wir mit Sicherheit nicht zum letzten Mal.

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