Weihnachtsurlaub –  05.01.2018 – Tag 12

Wir haben ewig lange geschlafen und sind erst um 08.15 Uhr aufgestanden. Christian macht sich sogleich auf die Socken, um von einem anderen Standpunkt aus die Flamingos zu fotografieren

und ich bearbeite derweil so an die hundert Fotos. Tja, so geht’s halt, wenn man damit mal nachlässig ist. Nach etwa eineinhalb Stunden ist mein Herzblatt dann wieder zurück. Ich überlasse ihm den Laptop und mache mit den Hunden einen ewig langen Strandspaziergang.

Wieder retour, will Christian das Stromproblem angehen. Er vermutet, dass evtl. in den Batterien Wasser fehlt und so geben wir erst einmal unsere exponierte Stelle vor der Düne auf und fahren etwa 15 km ins Städtle zurück, um irgendwo destilliertes Wasser aufzutreiben. Das Sträßchen führt uns an den Flamingo-Scharen und den bewässerten Reisfeldern vorbei, die die netten kleinen Fincas der Reisbauern bis auf einen kleinen Zufahrtsweg umschließen.

Im Ort angekommen, finden wir auch gleich einen Bazar-Laden, der wirklich alles hat, sozusagen von der einzelnen Winzigschraube, über Bügeleisen, Entfrosterspray und selbstverständlich auch destilliertes Wasser. Ein paar Kippen möchten wir uns auch noch besorgen, aber einen Tabakladen sehen wir leider nicht. Egal …

Unser Platz ist, wie vermutet, immer noch frei als wir zurückkommen und so stellen wir uns wieder auf den Strand.

Die Hunde machen sich auf Erkundungstour und flirten mit anderen Artgenossen und neuen Spaziergängern, derweil wir den Buskeller ausräumen. Die Westech wird zur Seite gestellt und Christian entkabelt die Batterien, damit wir sie rausholen können. Mann, sind die sackschwer.

Frisch „bewässert“, wird alles wieder eingebaut.

Alles in allem sind wir damit wirklich eine ganze Zeitlang beschäftigt und die letzte Schraube wird angezogen, als die Sonne bereits untergegangen ist. Uff – gerade noch geschafft. Jetzt kommt’s drauf an, ob unser Stromproblem wirklich mit dem fehlenden Wasser zu tun hatte oder vielleicht doch damit, dass einer dieser shittingen Batteriepole, der – warum auch immer – völlig korrodiert ist.

Zur Feier des Tages startet mein Herzblatt noch den Versuch, unser Klo mit Meereswasser zu überschwemmen, um somit den Zerhacker freizuspülen … und was soll ich sagen … Es könnte alles so einfach sein … ist es manchmal auch 🙂 Funktioniert wieder. Zwar noch nicht ganz hundertprozentig, aber es funktioniert!

Jetzt sind wir aber doch ein wenig durchgefroren und werfen für kurze Zeit die Heizung auf kleinster Flamme an. Ein warmes Kürbis-/Karottensüppchen dazu wärmt uns wieder auf.

Wir stellen fest, dass sich für die heutige Nacht ein weiteres Wohnmobil mehr oder weniger zu uns gesellt. Allerdings steht es weit weg auf dem regulären Parkplatz und somit tangiert uns das recht wenig. Kurzfristig halten wir gegen 21.30 Uhr mal die Luft an, als ein PKW langsam auf den Platz fährt und wir fragen uns, ob wir nun womöglich doch noch verjagt werden, aber das ist nicht der Fall. Ergo können wir beruhigt ins Bett gehen und dem Schlaf der illegalen Camper frönen.

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