Weihnachtsurlaub –  06.01.2018 – Tag 13

Um 06:00 Uhr ist die Nacht heute vorüber. Einfach ausgeschlafen, würde ich sagen. Das mit dem Strom funktioniert immer noch nicht so richtig, wobei wir heute Morgen schon ein wenig mehr Stromkapazität zur Verfügung haben. Die Kaffeemaschine kackt dennoch nach dem zweiten Kaffee ab.

Bis 08.00 Uhr bringen wir den Blog, unsere Bilder und Filme aufs Laufende, danach gibt’s ein kleines Frühstück ehe wir das Busle wieder startklar machen und uns von unserem Traumstellplatz verabschieden. Leider müssen wir wieder weiterziehen, um irgendwann dann auch wieder rechtzeitig zum Urlaubsende zu Hause zu sein.

Jetzt jedoch wollen wir erst noch zu der großen Saline fahren, die sich am Ende der Ebro-Delta-Landzunge befindet. Also los geht’s über die sandige Strandstraße, aber erst noch ein letztes Foto von Auberginchens Spuren.

Wir fahren und fahren und fahren … immer noch der unendlich weite Strand vor, neben und hinter uns, soweit das Auge reicht, vorbei an einigen Vogelsammelplätzen und auch Vogelfotografen bis zu einem Zaun, der leider die Zufahrt zur Saline begrenzt. Okay, schade, aber hilft nichts. Tingeln wir halt wieder ohne Salinensalz zurück. Noch einmal vorbei an unserem Platz … Adieu du wunderbarer Strand, wir kommen wieder!

Dann fahren wir die Strandstraße noch ein ganzes Stück weiter, wobei Christian mit dem Auberginchen eine Wasserdurchquerung wagt, die natürlich filmisch festgehalten wird und irgendwann sind wir dann auch wieder auf einer regulären Straße, die uns in Richtung Barcelona bringen soll.

Wir fahren durch einen kleinen Ort und dürfen dort eine kleine Zwangspause einlegen, da die Polizei die Durchfahrtsstraße sperrt, um den „Einzug der Könige“ am heutigen 06.01.2018 zu gewährleisten. Ein großer Traktor mit Anhänger und Nikolausgehilfen hält alle paar Meter, wobei es Bonbons für die Kinder regnet. Der Nikolaus und sein Knecht Ruprecht verteilt Weihnachtsgeschenke an die Kleinen und die Heiligen Drei Könige reiten auf wunderbaren Pferden hinter und vor dem Gespann her. Vor allem ein herrlicher Lusitano hat es mir angetan und lässt meine Augen erstrahlen. Was für ein traumhaftes Geschöpf.

Als der Tross weiterzieht, kommt Nikolaus auch zu Christian und mir, die wir mit den Hunden etwas abseits am Straßenrand stehen. Auch wir kommen jeweils in den Genuss leckerer spanischer Fruchtbonbons … wie gut, dass der Niko so große Hände hat … da gehen viele rein 😉 Habe Mühe, sie dann in meiner Sweatshirt-Rasche unterzubringen. Er lobt noch die Hunde, die ganz brav sind, als die Pferde vorübergehen, dann wartet schon die nächste Kinderschar auf ihn und für uns ist die Straße zur Weiterfahrt wieder geöffnet.

Mit diversen kleinen Pausen erreichen wir gegen 18:00 Uhr Barcelona. Wir machen jedoch keinen Stopp. Etwa eine Stunde benötigen wir, bis wir – trotz Umgehungsstraße – wieder aus der Stadt draußen sind.

Jetzt hoffen wir darauf, irgendwo einen einigermaßen schönen Stellplatz zu finden, doch entlang der Costa Brava ist alles nur eng, sehr verkehrsreich, sehr touristisch und irgendwie kommen wir nicht wirklich ans Meer hinunter, da uns eine Eisenbahnlinie sozusagen den Weg dorthin versagt.

Da unsere Internetkapazität mittlerweile runtergetackt wurde, schaffen wir es auch nicht, auf diesem Weg nach einem Stellplatz zu schauen. WLANs gibt’s an der Küste entlang wie Sand am Meer, doch selbst wenn einige offen sind, sind sie direkt nach dem Verbinden dann auch gleich wieder geschlossen. Blöd! Also halten wir irgendwo an ein MD, damit Christian sich schlau machen kann. Ich füttere derweil die Hunde – es ist inzwischen schon 20:30 Uhr.

Wieder zurück hat mein Herzblatt einen Platz in Lloret de Mar gefunden, was heißt, jetzt noch 17 km, dann haben wir hoffentlich unser Ziel erreicht.

Wir sind mittlerweile ziemlich zermatscht und ich bin ehrlich gesagt froh, wenn wir einfach nur IRGENDWO stehen können. Heute gucke ich sowieso kein Meer mehr an!

In Lloret de Mar verfahren wir uns erst mal auf dem Weg zum Stellplatz, der an einem Schwimmbad sein soll. Also nochmal 6 km zurück, dann, Halleluja, ein Sandplatz – nicht schön, aber dafür ziemlich groß und ohne Weiß- oder andere Ware.

Jetzt nur noch Motor aus – Hunde nochmal rauslassen – eine (oder auch zwei) Cigis rauchen, dann kochen wir doch tatsächlich im Schnellverfahren noch ein Pilzgericht mit Kartoffeln und schnabulieren unser Nachtessen gegen 22:30 Uhr, derweil wir noch ein bisserl in die Glotze schauen. Um 00:15 Uhr gehts ab ins Bett und ziemlich gleich schnarchen wir alle vier weg.

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