Weihnachtsurlaub –  07.01.2018 – Tag 14

Heute werden wir gegen 07:30 Uhr von einem heftigen Gewitter mit grellen Blitzen und Hagel, der aufs Busdach trommelt, geweckt. Marie versucht bibbernd in unser Bett zu schleichen, begnügt sich dann aber doch mit meinem schützenden Arm, den ich – außerhalb der Schlafstatt – um sie lege. Wie immer ist ihr Gewitter einfach nicht geheuer. Auch Marco gesellt sich dazu und mit der Zeit bekomme ich wirklich eine taube Hand, weil sich gleich zwei Hunde drauf abstützen.

Christian zaubert bald darauf Kaffee und so langsam wache auch ich auf.

Unser augenblicklicher Stellplatz gefällt uns überhaupt nicht (Foto haben wir deswegen auch total vergessen) und so beschließen wir, möglichst bald wieder weiterzufahren. Muss nicht weit sein, aber wenn schon das Wetter nicht so toll ist, darf wenigstens der Ausblick stimmen. Naja, wenigstens Jet-Boote für Do(o)fis gibt es 🙂

Mein Herzblatt findet einen angeblich wunderbaren Stellplatz mit direktem Meeresblick (ja ja – Datenvolumen ist für den heutigen Tag wieder komplett da, sodass das Internet auch wieder funktioniert), also beschließen wir, dorthin zu fahren.

Also erneut Schotten dicht und los geht’s.

Wir fahren die kleine, sehr kurvenreiche Küstenstraße an der Costa Brava entlang, die sich aufgrund der vielen Serpentinen viel länger anfühlt, als sie ist. Schlappe 42 km liegen vor uns und wir sind doch eine ganze lange Weile unterwegs, zumal die Straße zeitweise immer noch ziemlich verhagelt ist.

Unser Ziel ist Palamós und gegen 13:00 Uhr haben wir es dann auch erreicht. Dank unseres zweiten Navis finden wir dann auch den unausgeschilderten Parkplatz mitten in der Pampa am Rande des Städtchens, der nur durch ein schmales sandiges Zufahrtssträßchen zu erreichen ist. Wir holpern diesen „Pfad“ also langsam entlang und kommen auf einen Platz, der uns nur ein anerkennendes Nicken abgewinnt.

Traumhaft! Mitten in einem Kiefernwald gelegen mit tatsächlich direkten Blick auf ein paar Klippen und das Meer, das direkt unter uns seine mittelmeerischen Wellen in sattem Gleichklang aufpeitschen lässt. Suuuper! Natürlich stellen wir den Bus genau so, dass wir das Panorama gleich vor uns haben, wenn wir aus der Beifahrertür aussteigen oder aus dem Wohnzimmerfenster blicken.

Wir sind vollends begeistert! Hierzu kommt noch, dass es hier nur wenige Spaziergänger gibt, die den Platz gleich wieder verlassen und wir somit allein sind, ungestört jeglicher Joghurtbecher.

Jetzt noch rasch einen Kaffee, dann müssen wir noch einmal Innendienst am Bus machen, da der Sand so langsam in allen Ecken, Ritzen, Decken und sonst wo zu finden ist und den Wohlfühlfaktor ein wenig beeinträchtigt. Da aber das Busle nur wenige Quadratmeter Wohnfläche hat, sind wir recht schnell fertig, dann gönnen wir uns eine herrliche Dusche und alles ist perfekt!

Am späteren Nachmittag bekommen wir Besuch von Dirk aus Deutschland, mit dem Christian schon vor der Reise in Kontakt stand. Ein Kurztreffen irgendwo am Mittelmeer war somit abgemacht. Wir also bereits wieder auf den Etappenstrecken in Richtung Heimat und Dirk unterwegs in die entgegengesetzte Richtung. Er hat’s schön! Hat er doch noch einige Wochen Urlaub vor sich, aber die seien ihm von Herzen gegönnt.

Dirk bietet an, heute Abend eine vegane Sojapfanne zu machen, wir steuern Kartoffeln dazu bei und schon bald frönen wir dem leckeren Abendessen. Herzlichen Dank dem edlen Spender!

Die nächsten paar Stunden verlaufen recht fröhlich, derweil sich draußen der Regen in große Pfützen bildet, sodass man fast Gummistiefel benötigen würde, um draußen eine Cigi zu rauchen, sofern diese nicht schon vorher durch die Nässe verglimmt.

 

All zu spät wird es heute dennoch nicht. Irgendwie sind wir alle ein wenig zermatscht und somit liegen wir um 21:30 Uhr auch schon im Busbett und schlafen den Schlaf der Gesättigten. Der Abwasch kann bis morgen warten …

Schreibe einen Kommentar

Please use your real name instead of you company name or keyword spam.