Weihnachtsurlaub –  09.01.2018 – Tag 16

Wir stehen so gegen 08:15 auf. Auf dem Parkplatz ist noch nichts los. Ein Blick gen Himmel sagt uns, dass es heute einen wunderschönen Tag gibt. Nach einem Kaffee räumen wir schnell auf, denn wir wollen nicht all zu spät starten.

Dirk schläft nebenan noch und wird selbst dann nicht wach, als wir direkt neben seinem Sprinterbett den V8 starten. Der gute Mann kann ja fast mit mir mithalten, die noch nicht einmal aufwacht, wenn neben ihr ein Rauchmelder losgeht.

Irgendwann können wir uns dann doch noch von ihm verabschieden und somit geht’s um 09:45 für uns wieder los. Wir starten von unserem herrlichen Stellplatz in La Fosca und reisen nach einem kurzen Halt in Palamos – ich hatte gestern vergessen, dort die Tabakhülsen zu kaufen – in Richtung Frankreich.

Strahlender Sonnenschein begleitet unseren Weg, manchmal auch ein paar Wolken, aber es bleibt trocken.

Uns bietet sich ein wunderbares Bergpanorama mit schneebedeckten Gipfeln, die im krassen Gegensatz zu der frühlingshaften mediterranen Gegend stehen, durch die wir gerade fahren. Grüne Wiesen, blühende Bougainvillen, Palmen, bunte Wandelröschen … haben wir tatsächlich erst Januar?

Kaum fahren wir über die französische Grenze, steht alle paar Kilometer ein Freudenmädchen am Straßenrand, irgendwie an den unmöglichsten Stellen. Sie sehen sehr gelangweilt aus, eine sitzt auf einer Mauer und strickt irgendetwas und wir werden den Verdacht nicht los, dass sie dort abgesetzt wurden und heute Abend wohl wieder eingesammelt werden. Ob sie an diesen Plätzen wirklich das große Geschäft machen und genügend „Gewinn“ einbringen? Wir wagen das zu bezweifeln und überhaupt und sowieso … Ein Scheiß-Job …

Wir haben derweil ein anderes Problem … der Schaltknüppel macht bei zwei Gängen knackende Geräusche. Christian vermutet, dass vielleicht Sand in das Schaltgetriebe gekommen ist und so fettet er es bei nächster Gelegenheit auf einem Parkplatz dick ein und das Knüppelchen knüppelt im Anschluss daran laut- und widerstandslos wie eh und je.

Mit ein paar kleineren Raucher- und Hundepinkelpausen fahren wir über Perpignon und Narbonne weiter. Wir bestaunen ein kleines, hübsches Städtchen namens Pézenas und staunen über eine angesagte Höhenbegrenzung von 2m, die letztendlich einen Parkplatz betrifft und nicht die Unterführung, die mit ihren 4,50 unsere Weiterfahrt sichert.

Außerdem kommen wir durch einen kleinen Ort namens Valros, aber so sehr wir uns auch bemühen … wir können absolut keine Valrösser entdecken.

Dann passieren wir Montpellier und steuern unser heutiges Endziel „La Grande Motte“ an, welches wir um 18:30 Uhr, nach 325 km Gesamtfahrzeit bei Einbruch der Dunkelheit erreichen.

Unser Stellplatz für heute Nacht liegt auf einem Parkplatz direkt am Hafen. Es ist schön ruhig hier, das Rauschen des Meeres hören wir hier auch ein wenig, wenn wir uns vor den Bus begeben und ansonsten interessieren uns heute nur noch die Spaghetti als schnell zubereitete Mahlzeit, ehe wir uns nach dieser langen Fahrt noch einen Film gönnen und nicht all zu spät ins Bett gehen.

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