Über uns

„Hetz mich nicht“ trifft es bei uns eigentlich in zweifacher Hinsicht auf den Punkt.

Erstens zählen wir, wenn wir mit unserem Bus unterwegs sind, eher zu den langsamen Verkehrsteilnehmern und haben natürlich auch immer wieder mal den ein oder anderen „Ungeduldigen“ hinter uns. Zweitens ist unser Bus unser ganz persönliches Entschleunigungsprogramm, denn sobald wir in unserem Bus sitzen, hat die Alltagshetze ein Ende, und wir spannen aus….

Aber von Anfang an….

2011 ist bei uns der Wunsch gereift, uns ein Wohnmobil zuzulegen, um auch mal ohne viel Aufwand dem Alltag entfliehen zu können. Leider ist er, also der Gedanke, nicht der Alltag, völlig unterschiedlich bei uns gereift, sodass er sich bei Gabi mehr in Richtung alltagstaugliches Wohnmobil (Cook o.ä) entwickelt hat, derweil bei mir der Wunsch eigentlich schon immer in Richtung Bus ging. Liegt vielleicht daran, dass ich als Kind oftmals in alten, damals noch neuen, Setra-Bussen Busfahrer spielen durfte, allerdings nur, wenn die Bremse angezogen war. Nun gut … alltagstauglich musste er nicht sein, jedoch ein 7,5 Tonner wegen Gabis altem Dreier, damit sie auch fahren könnte, und es sollte möglichst ein Setra sein. So kam es, wie es kommen musste.

Wir kauften einen quietschblauen Setra, innen bis auf vier Sitze komplett leer, Innenzustand katastrophal, aber wir waren happy … zumindest einmal, bis wir irgendwann während der Überführungsfahrt auf der Autobahn stehen blieben … Es war kalt, es war Winter, es war dunkel, und wir hatten keine Ahnung, was los war. Lange Rede, kurzer Sinn … Es war ein Defekt der Steigleitung, und somit mussten wir alle 100 km tanken, damit der Setra am Rollen blieb. Zwischendurch noch ein Hilferuf ins Forum, wie man die Heizung in diesem Bus zum Laufen bringt, und somit sind wir dann doch tatsächlich ohne Frostbeulen nach Hause gekommen. Müde aber happy.

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Mit der Zeit stellten wir fest, dass wir absolut keine Zeit dazu fanden, auch nur in irgendeiner Form etwas an dem Bus zu restaurieren, und es wurde uns klar, dass wir vermutlich alt und grau sein würden, ehe die Kiste tatsächlich auf der Straße zum Einsatz gekommen wäre. Somit war das Projekt also gestorben, ehe es richtig begonnen hatte.

Jetzt jedoch vom Busvirus schon restlos infiziert, lief uns bei wohnbusse.info unser „Blauer“, ein Mercedes O302, Bj. 1970, über den Weg.

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Was soll ich sagen? Gesehen – Liebe auf den ersten Blick – Gekauft!

Seitdem haben wir schon viele entschleunigte Tage und Wochen in unserem neuen Familienmitglied verbracht und die Anschaffung noch keine Sekunde bereut. Im Sommer 2013 wurde aus „dem Blauen“ unsere „Aubergine“

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In diesem Blog gibt es unregelmäßig Berichte, Geschichten und Fotos von unseren Ausfahrten, Reisen und sonstigen Erlebnissen rund ums Busle, oder sollte ich besser sagen, um die Busle, denn mittlerweile haben wir noch einen … … … aber davon erzählen wir später.

Ach ja, und wir, das sind Gabi und Christian, gesundes ‚Mittelalter‘, meistens gut drauf, und mehr muss man jetzt ja noch gar nicht von uns wissen 😉 Kommt alles noch …

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